Shitstorm? Was nun zu tun ist.

Shitstorm? Was nun zu tun ist.

Shitstorm? Was nun zu tun ist.

Shitstorms finden in den sozialen Medien statt und richten sich in erster Linie an berühmte Persönlichkeiten oder Unternehmen. Einige der Shitstorms treten in Form von heftiger Kritik auf, die manchmal berechtigt ist, aber sie können auch in eine offensive und aggressive Richtung gelangen. Ein Shitstorm kann aus allen möglichen Gründen auftreten. Man kann einen Shitstorm für gescheiterte Werbung sowie rücksichtslose oder falsche Aussagen und Handlungen bekommen.

Was haben Shitstorms mit Politikern zu tun?

Shitstorms können auch Politiker treffen: Annalena Baerbock, die Kanzlerkandidatin der Grünen, musste sich beispielsweise wegen Plagiatsvorwürfen mit scharfer Kritik auseinandersetzen. Die Kritik vermischt sich schnell mit Leuten, die den Politiker einfach nur beleidigen und abwerten wollen. Das zeigt, dass Shitstorms oft auf Menschen überspringen, die wirklich nur ihrem Ärger Luft machen wollen, anstatt ernsthafte Kritik zu äußern. Shitstorms führen jedoch zu erheblichen Imageschäden, die Sie sich nicht leisten will. Vor allem vor einer wichtigen Wahl. Ein gutes Beispiel dafür sind die Videos von dem bekannten Youtuber Rezo in denen er unter anderem Fehler aufzählt, die einige Politiker in den letzten Jahren gemacht haben. Während Rezo sachlich ist, findet man in seinen Videos auch Kommentare, die nur Hatespeech über Politiker bringt. Außerdem ist es von den YouTube-Videos nicht weit zu den Instagram-Profilen von Politikern, und auch hier bricht je nach Anlass der Shitstorm aus.

Mit Shitstorms richtig umgehen

Da berühmte Persönlichkeiten in den sozialen Medien oft inmitten von Kritik und Beleidigungen Kommentare erhalten, werden sie in der Regel von PR-Beratern und Agenturen unterstützt, die ihr Profil pflegen. Der Umgang mit Shitstorms kann sehr unterschiedlich sein. Manchmal reagieren Betroffene, zum Beispiel indem sie sich entschuldigen. Manchmal wird das Problem fast zum Schweigen gebracht, der Sturm wird ertragen und es wird erwartet, dass er vorübergeht. Stattdessen sollte man schnell und selbstbewusst reagieren.“Hinterzimmerdiplomatie“ ist nutzlos, denn Kritik ist heutzutage öffentlich und für alle sichtbar. 

Wie ein souveräner Umgang mit Shitstorms gelingen kann, zeigen die nächsten Tipps.

1. Ruhe bewahren

Aus der Bibel stammt das Sprichwort: “In der Ruhe liegt die Kraft .Um diese zu bewahren, muss man bei einem Shitstorm einen klaren Kopf behalten und aufgestaute Emotionen abkühlen.

Analysieren Sie anschließend, warum es zu dieser Situation gekommen ist und legen Sie dann die für Sie geeigneten Maßnahmen fest.

2. Verständnis zeigen, auch wenn es schwer fällt

Bemühen Sie sich um einen Perspektivwechsel. Das heißt: Versetzen Sie sich in die Gedanken Ihrer wütenden Follower und zeigen Sie Empathie. Fragen Sie sich, ob Sie in deren Situation nicht ähnlich reagiert hätten und ähnlich wütend gewesen wäre.

Wenn Sie die Ursache für den Shitstorm? finden können, ist dies der erste Schritt zur Behebung der Situation und zur Beruhigung Ihrer Follower.

3. Seien Sie auf den Dialog vorbereitet

Wütende Massen erwarten jetzt von Ihnen eine aufklärende Reaktion. Betreten Sie den Austausch proaktiv und machen Sie deutlich, dass Sie den Nutzern Ihre Aufmerksamkeit schenken.

4. Achten Sie auf den Ton

Wütende Massen erwarten jetzt von Ihnen eine aufklärende Reaktion. Betreten Sie den Austausch proaktiv und machen Sie deutlich, dass Sie den Nutzern Ihre Aufmerksamkeit schenken.

5. Klarheit schaffen und für Transparenz sorgen

Oftmals können Sie die Situation diskreditieren, indem Sie die ganze Frage klären und die Argumente aufschlüsseln. In manchen Shitstorms gehen Nutzer von einer völlig falschen Prämisse aus, die letztendlich zu Empörung führt.

Treten widersprüchliche Argumente auf, müssen Sie diese darlegen und mit Fakten untermauern. Das garantiert Glaubwürdigkeit. Wenn Follower ihrer Argumentation nicht folgen können oder manchmal nicht wollen, können Sie sich keine Vorwürfe machen.

6. Hinweise auf Ihre Netiquette

Bevor Sie mit Ihrem Profil auf Facebook, Twitter und Co. aktiv werden, müssen Sie dieses Medium definieren: eine Netiquette, in der Sie schriftlich festlegen, nach welchen Kriterien Last-Minute-Kommentare kontrolliert werden.

Dann können Sie erklären, warum Sie diesen speziellen Kommentar für unangemessen halten. Jeder kann verstehen, wenn Sie einen Kommentar löschen oder ausblenden, wenn dieser nicht den Kommunikationsregeln entspricht.

7. Beiträge löschen

Diese Maßnahme sollte am Ende der Diskussion mit Ihnen stehen, auch wenn nichts mehr wirklich funktioniert.

Oberste Priorität hat jedoch die Bereitschaft zum Dialog und ein offener und transparenter Dialog, denn das ist einfach das Markenzeichen von Social Media.Bleiben Sie stets professionell und nehmen Sie in jeder Situation Rücksicht.

8. Einige Kommentare ignorieren, aber konsequent gegen Beleidigung vorgehen

Es ist wie im normalen Leben: Manche Personen zielen nur darauf ab, sie als Politiker aus der Reserve zu locken oder zu provozieren. Hier gewinnt meistens der Klügere.

Also: diese Kommentare einfach ignorieren. Überlegen Sie, ob Ihre Reaktion auf diesen oft sinnlosen Kommentar zur Lösung des Problems beiträgt.

Wenn der Kommentar Sie oder andere Benutzer jedoch anstößig ist, sollten Sie konsequent vorgehen und den Kommentar entfernen und Ihre Aktion begründen. Dadurch werden andere Nutzer informiert und das Verfahren transparent.