
1841 wird ein preußischer Beamter am Berliner Mühlendamm Zeuge, wie ein Kutschpferd misshandelt wird, und gründet daraufhin den Verein gegen Tierquälerei, aus dem später der Tierschutzverein für Berlin und Umgebung hervorgeht. 185 Jahre später steht der Verein vor der Frage, wie sich ein derart langes Jubiläum feiern lässt, ohne in die übliche Tierschutz-Melancholie zu verfallen.
Für die Jubiläumskampagne entwickelt creategy einen berlinweiten Auftritt im nostalgischen Stil digitaler Grußkarten, von der klassischen Kulturplakatierung bis zum großformatigen City-Light-Poster.
185
Jahre Tierschutz in Berlin
1841
Gründungsjahr des Vereins
2
eingesetzte Plakatformate im Stadtbild
Ausgangslage
Der Tierschutzverein für Berlin und Umgebung zählt zu den ältesten Tierschutzorganisationen Deutschlands und betreibt bis heute das Tierheim Berlin. Ein Jubiläum wie 185 Jahre Vereinsgeschichte bietet viel Anlass für eine große Kampagne, birgt aber auch ein klassisches Risiko der Tierschutzkommunikation: schnell wirkt ein solcher Auftritt schwer, mahnend oder schlicht traurig, mit genau jenen Bildern trauriger Tieraugen, die in der Branche seit Jahrzehnten Standard sind.

Mit viel Kreativität, Liebe zum Detail, modernem Design und einer schönen Portion Humor hat Creategy unsere Themen aufmerksamkeitsstark umgesetzt. So stechen wir nun in der Berliner Plakatlandschaft deutlich hervor – für die Tiere dieser Stadt und für mehr Bewusstsein im Tierschutz.
Daniel Zellmer
Leitung Kommunikation und Politik
Für den Verein beauftragt creategy damit, aus einem historischen Jubiläum eine Kampagne zu machen, die im Berliner Stadtbild auffällt und dabei jünger, humorvoller und teilbarer wirkt als klassische Tierschutzwerbung.
Ein Kampagnenkonzept gegen die Tierschutz-Melancholie

Statt der erwartbaren Ernsthaftigkeit setzt creategy für die 185-Jahr-Kampagne auf eine Mischung aus Internet-Kult, Herz und einer bewussten Prise Kitsch. Der Kampagnentitel spielt mit dem Berliner Ausdruck, sich mausig zu machen, und überträgt diese selbstbewusste Frechheit auf einen Verein, der sich seit fast zwei Jahrhunderten für Tiere einsetzt.
Für eine gemeinnützige Organisation, deren Kommunikation oft zwischen Spendenappell und Aufklärung gefangen ist, eröffnet ein derart pointiertes Konzept einen Weg, ein rundes Jubiläum ohne erhobenen Zeigefinger zu feiern.
Der Grußmausi-Stil als visuelle Sprache



Anstelle klassischer Tierschutzmotive entwickelt creategy einen visuellen Stil, der an digitale Grußkarten aus den frühen Tagen des Internets erinnert: Glitzer-Effekte, geschwungene Schriftzüge und herzliche Sprüche. Dieser bewusst nostalgische Look zielt genau auf jene Shareability, die eine Jubiläumskampagne braucht, um über das eigene Vereinsumfeld hinaus wahrgenommen zu werden.
„Wer 185 Jahre lang die Stimme für Tiere erhebt, darf dabei auch mal zwinkern."
Von der Kulturplakatierung bis zum City-Light-Poster
Den entwickelten Stil setzt creategy in einer berlinweiten Out-of-Home-Kampagne um, von klassischer Kulturplakatierung im Stadtbild bis zu großformatigen City-Light-Postern an stark frequentierten Standorten. Für ein Vereinsjubiläum, das sich an eine möglichst breite Berliner Öffentlichkeit richtet, sorgt diese Kombination aus kleinteiliger Straßenpräsenz und großflächiger Sichtbarkeit dafür, dass die Kampagne in unterschiedlichsten Teilen der Stadt ankommt.
Bewegtbild für maximale Shareability
Ergänzend zur Plakatkampagne produziert creategy kurze Videoformate im gleichen nostalgischen Look, gedacht für die weitere Verbreitung über Social Media. Mit einem augenzwinkernden Berliner Ton, der die Kampagnensprache konsequent weiterträgt, sollen diese Clips genau jenen humorvollen Wiedererkennungswert erzeugen, den auch die Plakatmotive transportieren.
Ergebnis
Aus einem 185 Jahre alten Gründungsmoment entsteht für den Tierschutzverein für Berlin und Umgebung eine Jubiläumskampagne, die klassische Tierschutzbildsprache bewusst verlässt und stattdessen auf Nostalgie, Humor und Teilbarkeit setzt.
Zwei Erkenntnisse aus diesem Case lassen sich auf andere Vereins- und Verbandsjubiläen übertragen. Erstens: Ein rundes Jubiläum muss nicht zwangsläufig mit Rückblick und Ernst kommuniziert werden, gerade bei emotional aufgeladenen Themen kann ein bewusster Stilbruch für mehr Aufmerksamkeit sorgen als die erwartbare Bildsprache. Zweitens: Eine konsequent durchgehaltene visuelle Idee lässt sich über Plakat und Bewegtbild hinweg gleichermaßen einsetzen, ohne an Wiedererkennbarkeit zu verlieren.
Für creategy zeigt der Case, dass sich auch ein traditionsreicher Tierschutzverein mit einem mutigen kommunikativen Twist neu und jünger positionieren lässt. Beim Tierschutzverein für Berlin und Umgebung hat der Grußmausi-Stil aus einem historischen Jubiläum eine Kampagne gemacht, die im Berliner Stadtbild auffällt.
