Halle in Frankenthal, 21. September 2024. Auf der Bühne des 76. Landesparteitags der CDU Rheinland-Pfalz steht ein Mann, der seine politische Laufbahn in der Vulkaneifel begonnen hat: Gordon Schnieder, bis dahin Fraktionsvorsitzender im Mainzer Landtag, wird zum neuen Landesvorsitzenden gewählt. Christian Baldauf, der die Partei durch zwei verlorene Landtagswahlen geführt hat, tritt nicht mehr an.
Mit Schnieder als Landesvorsitzendem und Johannes Steiniger als neuem Generalsekretär tritt ein Führungsduo an, das die CDU Rheinland-Pfalz nach 33 Jahren ununterbrochener Oppositionszeit neu aufstellen soll, länger als jeder andere CDU-Landesverband bundesweit ohne Regierungsverantwortung. Aus einem Parteitag, der intern über eine Nachfolge entscheidet, wird der Auftakt zu einer neuen Erzählung über die eigene Partei.
33 Jahre
Ununterbrochene Oppositionszeit der CDU in Mainz
76.
Landesparteitag der CDU Rheinland-Pfalz
2
Neue Köpfe im Führungsduo
Ausgangslage
Von 1947 bis 1991 stellt die CDU durchgehend den Ministerpräsidenten in Mainz, mit Peter Altmeier über 22 Jahre und später Helmut Kohl und Bernhard Vogel an der Spitze der Staatskanzlei. Seit der Abwahl 1991 sitzt die Partei ununterbrochen auf der Oppositionsbank, während sich die SPD unter Rudolf Scharping, Kurt Beck und Malu Dreyer im Amt hält. Jeder Anlauf der CDU, diese Serie zu beenden, endet mit einer Niederlage, ob unter Hans-Otto Wilhelm, Rainer Brüderle-Weggefährten wie Christoph Böhr, Julia Klöckner oder zuletzt Christian Baldauf, der 2021 mit einem historisch schwachen Ergebnis für die Partei antritt.
Als Baldauf im Spätsommer 2024 erklärt, beim Landesparteitag nicht erneut für den Landesvorsitz zu kandidieren, steht die CDU Rheinland-Pfalz vor einer doppelten Aufgabe. Sie muss einen Nachfolger positionieren, der eine über drei Jahrzehnte gewachsene Erzählung von der Dauer-Oppositionspartei durchbrechen kann, und sie muss genau das auf einem einzigen Parteitag in Frankenthal glaubwürdig sichtbar machen, vor Delegierten, vor Presse, vor der eigenen Basis.
Mit dieser Aufgabe beauftragt die CDU Rheinland-Pfalz creategy: eine strategische Positionierung des designierten Landesvorsitzenden Gordon Schnieder, ein tragfähiges Narrativ, ein Motto für den Parteitag und die Werbemittel, die dem Ereignis die nötige Frische verleihen. Bereit für eine neue Zeit!
Eine Positionierung für den neuen Landesvorsitzenden

Schnieder bringt einen Lebenslauf mit, der sich deutlich von dem eines klassischen Berufspolitikers aus der Landeshauptstadt unterscheidet. Aufgewachsen in Birresborn in der Vulkaneifel, seit 2014 dort Ortsbürgermeister, zuvor Jahre in der Kommunalverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm tätig, zuletzt als Leiter der Kommunalaufsicht. creategy entwickelt daraus eine Positionierung, die genau diese Bodenständigkeit zum zentralen Argument macht.
Wo frühere Landesvorsitzende häufig als Mainzer Spitzenpolitiker wahrgenommen werden, positioniert creategy Schnieder als jemanden, der aus der Kommunalpolitik kommt und genau deshalb weiß, wie sich politische Entscheidungen vor Ort tatsächlich auswirken. Seit 2016 direkt gewählter Abgeordneter für den Wahlkreis Vulkaneifel, seit März 2023 Fraktionsvorsitzender und damit Oppositionsführer im Landtag, verbindet Schnieder kommunale Erfahrung mit parlamentarischer Führungsverantwortung.
Diese Positionierung liefert der gesamten weiteren Kommunikation ihr Fundament. Ein neuer Landesvorsitzender, der glaubwürdig für einen Neuanfang stehen soll, braucht mehr als ein neues Gesicht. Er braucht eine Geschichte, die erklärt, warum ausgerechnet er die über drei Jahrzehnte andauernde Serie von Niederlagen beenden kann.
Das Narrativ und das Motto
Aus der Positionierung entwickelt creategy das Narrativ für den Parteitag und verdichtet es zu einem Motto, das sich in einem Satz merken lässt: „Bereit für eine neue Zeit." Eine kurze Aussage, jede für sich verständlich, gemeinsam ein Versprechen an die Delegierten in der Halle und an die Berichterstattung danach.
„Eine Partei, die 33 Jahre auf der Oppositionsbank sitzt, braucht weniger ein weiteres Argument als einen glaubwürdigen Anfang."

Das Narrativ verknüpft dabei bewusst zwei Ebenen. Auf der einen Seite steht der personelle Neuanfang mit Schnieder und Steiniger, auf der anderen Seite die inhaltliche Botschaft, dass mit diesem Führungswechsel tatsächlich neue Dynamik in die Partei einzieht, statt lediglich eine weitere Personalie in einer langen Reihe gescheiterter Anläufe zu sein. Für Delegierte, die in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt Niederlagen miterlebt haben, muss dieses Versprechen konkret genug sein, um Zuversicht zu erzeugen, ohne dabei unrealistisch zu wirken.
Werbemittel und Frische für den Parteitag

Neben Positionierung, Narrativ und Bildmaterial entwickelt creategy die Werbemittel und Extras, die den Parteitag selbst erlebbar machen, von der Bühnengestaltung über Banner bis zu kleineren Give-aways für die Delegierten. Für ein internes Parteiereignis, das zugleich als öffentliches Signal wirken soll, muss jedes Detail auf dieselbe Botschaft einzahlen.
Neben Positionierung, Narrativ und Bildmaterial entwickelt creategy die Werbemittel und Extras, die den Parteitag selbst erlebbar machen, von der Bühnengestaltung über Banner bis zu kleineren Give-aways für die Delegierten. Für ein internes Parteiereignis, das zugleich als öffentliches Signal wirken soll, muss jedes Detail auf dieselbe Botschaft einzahlen.
Die Wahl der Farben und Formen greift dabei bewusst die neue Positionierung auf, weniger nüchtern und verwaltend als frisch und nach vorn gerichtet. Für Delegierte, die selbst seit Jahren für dieselbe Partei werben, ist ein sichtbar überarbeiteter Rahmen ein erstes, unmittelbar erfahrbares Zeichen dafür, dass mit dem neuen Führungsduo tatsächlich etwas anders wird.
Ergebnis
Der Landesparteitag in Frankenthal wählt Gordon Schnieder zum neuen Landesvorsitzenden der CDU Rheinland-Pfalz, an seiner Seite Johannes Steiniger als Generalsekretär. Aus einer Partei, die seit 1991 auf Bundeslandebene ohne Regierungsverantwortung auskommen muss, wird an diesem Tag eine Partei mit einem neuen, klar positionierten Spitzenduo und einem Motto, das Delegierte und Presse gleichermaßen aufgreifen.
Dieser Parteitag legt die Grundlage für einen historischen Wechsel im Amt des Ministerpräsidenten: Mit Gordon Schnieder als Spitzenkandidat tritt die CDU Rheinland-Pfalz zur Landtagswahl 2026 an.
Zwei Erkenntnisse aus diesem Case lassen sich auf andere innerparteiliche Führungswechsel übertragen. Erstens: Eine Partei mit einer langen Serie von Niederlagen braucht für einen glaubwürdigen Neuanfang mehr als eine neue Person an der Spitze, sie braucht eine Positionierung, die erklärt, warum genau diese Person die Serie durchbrechen kann. Zweitens: Ein interner Parteitag lässt sich mit klarer Bildsprache und einem einprägsamen Motto zu einem öffentlich wahrnehmbaren Ereignis machen, statt eine reine Personalentscheidung ohne weitere Außenwirkung zu bleiben.
Für creategy zeigt der Case, dass sich die eigene Erfahrung aus Wahlkämpfen auch auf innerparteiliche Führungswechsel übertragen lässt. In Frankenthal hat die Kombination aus einer glaubwürdigen Positionierung des neuen Landesvorsitzenden, einem einprägsamen Narrativ samt Motto und einer konsequenten Bildsprache für das neue Führungsduo aus einem internen Parteitag den sichtbaren Auftakt zu einem neuen Kapitel der CDU Rheinland-Pfalz gemacht.
