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Mit einer Stimme sprechen.

Deutsche Alzheimer Gesellschaft.

Für Vorstand und Geschäftsführung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft entwickelt creategy ein Kommunikations- und Rhetoriktraining, das eine gemeinsame Kernbotschaft mit konkretem Handwerkszeug für Medien, Podium und persönliche Gespräche verbindet.

Mit einer Stimme sprechen.

Wer über Demenz spricht, spricht fast immer gleichzeitig zu drei Gruppen: den betroffenen Familien, die Verlässlichkeit erwarten, der Öffentlichkeit, die Sachlichkeit erwartet, und den eigenen Mitgliedern, die vor allem Klarheit erwarten. Für die ehrenamtliche Führung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft ist genau das der Alltag, oft alles gleichzeitig, oft vor Kamera oder Mikrofon.

Für die Vorstandsspitze und Geschäftsführung des Bundesverbands entwickelt creategy deshalb ein eintägiges Kommunikations- und Rhetoriktraining, das eine gemeinsame Kernbotschaft mit konkretem Handwerkszeug für Medien, Podium und das persönliche Gespräch verbindet.

1989

Gründungsjahr der Deutschen Alzheimer Gesellschaft

130

angeschlossene Alzheimer-Gesellschaften bundesweit

4

Teilnehmende aus Vorstand und Geschäftsführung

Ausgangslage

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft wird 1989 in Bad Boll als Dachverband engagierter Angehöriger gegründet und vereint heute mehr als 130 regionale und landesweite Alzheimer-Gesellschaften unter ihrem Dach. Als Selbsthilfeorganisation lebt der Verband von ehrenamtlichem Engagement, seine Sprecherinnen und Sprecher stehen dabei im Spannungsfeld zwischen Mitgliedern, Öffentlichkeit, Politik, Verwaltung und Medien.

Von den eigenen Mitgliedern wird Unterstützung, Klarheit und Verlässlichkeit erwartet, von Öffentlichkeit und Politik Professionalität, Sachlichkeit und Dialogfähigkeit. Hinzu kommt eine gesellschaftliche Großwetterlage aus wachsender Verunsicherung, sinkendem Institutionenvertrauen und einer durch soziale Medien beschleunigten, oft emotionalisierten Debattenkultur, in der auch die Angst vor Demenz selbst eine Rolle spielt.

Mit dieser Ausgangslage beauftragt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft creategy weniger mit klassischer Pressearbeit als mit einem Kommunikations- und Rhetoriktraining für die eigene Führungsebene, durchgeführt von Michael Bußer, Ex-Regierungssprecher Hessens und Staatssekretär a. D., gemeinsam mit Emma Pasewald.

Eine gemeinsame Kernbotschaft für den ganzen Verband

Zu beachten: Die 55 – 38 –7 – Regel
Zu beachten: Die 55 – 38 –7 – Regel

Im ersten Teil des Trainings erarbeitet creategy gemeinsam mit Vorstand und Geschäftsführung eine einzige Kernbotschaft, auf die sich jede weitere Kommunikation zurückführen lässt: Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen dürfen mit ihrer Situation nicht allein gelassen werden. Drei Stützen tragen diese Botschaft, die wachsende Zahl Betroffener, die hohe Belastung pflegender Angehöriger und die Notwendigkeit früherer, einfacherer Unterstützung durch Politik und Gesellschaft. :::

Darüber hinaus verständigt sich die Runde auf ein gemeinsames Narrativ: Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft versteht sich als Anwalt der Menschen mit Demenz und ihrer Familien, nach innen wie nach außen, mit dem Ziel einer demenzfreundlichen Gesellschaft. Für einen Verband mit vielen ehrenamtlichen Sprecherinnen und Sprechern vor Ort ersetzt eine solche gemeinsame Botschaft die sonst kaum steuerbare Vielzahl individueller Formulierungen.

Rhetorisches Handwerkszeug: Körper, Stimme, Sprache

Wer glaubwürdig wirken will, braucht weniger eine perfekte Rede als eine klare Haltung."

Auf die Kernbotschaft folgt das rhetorische Grundlagenwissen: die aristotelische Trias aus Ethos, Logos und Pathos, das Vier-Seiten-Modell der Kommunikation und die Erkenntnis, dass Körpersprache, Stimme und Wortwahl gemeinsam über die Wirkung einer Aussage entscheiden, nicht nur ihr Inhalt. Drei Leitsätze fassen den praktischen Kern zusammen, Klarheit schlägt Komplexität, Haltung schlägt Lautstärke, Glaubwürdigkeit schlägt Perfektion.

Für ehrenamtliche Funktionäre ohne tägliche Medienpraxis ist dieses Grundgerüst besonders wertvoll, es liefert eine gemeinsame Sprache dafür, warum manche Aussagen hängen bleiben und andere nicht.

Medientraining für Kamera, Radio und Interview

Im praktischen Teil trainiert creategy die konkreten Situationen, in denen sich die Vorstandsspitze regelmäßig wiederfindet: den Auftritt vor der Kamera mit ruhiger Körpersprache und kurzen Sätzen, den Auftritt im Radio, bei dem allein Stimme, Tempo und Bildsprache zählen, sowie das Interview, in dem eine kurz aufgenommene Frage, eine klare Kernbotschaft und ein konkretes Beispiel mehr überzeugen als eine ausführliche Erklärung.

Intensive Vorbereitung
Intensive Vorbereitung

Für einen Verband, dessen Sprecherinnen und Sprecher öfter im lokalen Regionalsender als in der Tagesschau auftreten, zahlt sich gerade diese Bandbreite an Formaten aus.

Souverän auf dem Podium und im persönlichen Gespräch

Ergänzend übt die Runde den Umgang mit Podiumsdiskussionen, von der höflichen Unterbrechung eines Vielredners bis zur eigenen, zitierfähigen Kernaussage, sowie das direkte Gespräch nach dem OHR-Modell: Orientierung am Gegenüber, ein Hook zu Beginn und die Relevanz für die jeweilige Person. Vier einfache Schritte, Aufmerksamkeit verdienen, Interesse zeigen, an der Realität des Gegenübers anknüpfen und erst dann die eigene Botschaft platzieren, bilden dabei den roten Faden für jede direkte Begegnung.

Für eine Selbsthilfeorganisation, die von persönlichem Vertrauen lebt, ist gerade dieses letzte Format oft wichtiger als jeder Medienauftritt.

Ergebnis

Aus einem Tag Training entsteht für die Deutsche Alzheimer Gesellschaft eine gemeinsame Kernbotschaft und ein geteiltes rhetorisches Handwerkszeug für Rede, Interview, Kamera, Radio, Podium und persönliches Gespräch, jeweils mit einem eigenen Kommunikationsziel von Aufmerksamkeit über Klarheit bis Beziehung.

Zwei Erkenntnisse aus diesem Case lassen sich auf andere Verbände mit ehrenamtlicher Führungsstruktur übertragen. Erstens: Für einen Dachverband mit vielen eigenständigen Untergliederungen zählt eine gemeinsame, leicht wiederholbare Kernbotschaft oft mehr als die individuelle rhetorische Perfektion einzelner Sprecherinnen und Sprecher. Zweitens: Ein Kommunikationstraining wirkt am stärksten, wenn es an konkreten, alltäglichen Situationen ansetzt, dem nächsten Interview, der nächsten Podiumsdiskussion, statt bei abstrakter Theorie stehen zu bleiben.

Für creategy zeigt der Case, dass Verbandskommunikation weit über laufende Content-Betreuung hinausreicht und auch das direkte Coaching der eigenen Funktionäre umfassen kann. Bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft hat ein Tag gemeinsamer Arbeit an Botschaft und Rhetorik eine Führungsebene geschaffen, die in Medien, auf Podien und im persönlichen Gespräch mit einer Stimme spricht.

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