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Das beste OB-Ergebnis der Flensburger Stadtgeschichte.

Dr. Fabian Geyer

Ein parteiloser Jurist fordert die amtierende Oberbürgermeisterin heraus und gewinnt die Stichwahl mit 56 Prozent, das beste Ergebnis einer OB-Wahl in der Geschichte Flensburgs.

Das beste OB-Ergebnis der Flensburger Stadtgeschichte.

Ein parteiloser Jurist ohne politisches Amt tritt gegen eine amtierende Oberbürgermeisterin an, in einer Stadt, die seit Jahrzehnten sozialdemokratisch geprägt ist. Fabian Geyer kommt weniger aus der Kommunalpolitik als aus der Wirtschaft, zuletzt als Geschäftsführer eines Arbeitgeberverbands. Für die Oberbürgermeisterwahl in Flensburg 2022 bringt er trotzdem etwas mit, das viele etablierte Kandidaturen nicht haben: eine klare Unabhängigkeit von Parteiapparaten und ein Angebot, das sich bewusst von der bisherigen Amtsführung absetzt.

Am Ende der Stichwahl steht ein deutliches Ergebnis: 56 Prozent für Fabian Geyer, 44 Prozent für die Amtsinhaberin Simone Lange. Aus dem parteilosen Herausforderer wird der neue Oberbürgermeister der drittgrößten Stadt Schleswig-Holsteins, in einer Kampagne, die creategy gemeinsam mit der PER Agency, vormals Faktenkontor, begleitet hat.

56 %

Ergebnis in der Stichwahl

43,5 %

Ergebnis im ersten Wahlgang

7,3 Prozentpunkte

Vorsprung vor der Amtsinhaberin im ersten Wahlgang

Eine Amtsinhaberin und drei Herausforderer

Flensburg liegt am inneren Ende der Flensburger Förde, direkt an der deutsch-dänischen Grenze, und ist mit rund 96.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die drittgrößte Stadt Schleswig-Holsteins nach Kiel und Lübeck sowie die nördlichste kreisfreie Stadt Deutschlands. Als Zentrum der dänischen Minderheit in Südschleswig und mit einer über hundertjährigen Geschichte als eigenständiger Stadtkreis bringt die Stadt eine politische Kultur mit, in der Wechsel an der Rathausspitze selten sind.

Simone Lange, unterstützt von ihrer eigenen Partei, der SPD, sowie von Bündnis 90/Die Grünen, tritt 2022 zur Wiederwahl an. Gegen sie treten gleich drei Herausforderer an: Fabian Geyer, parteilos, aber unterstützt von CDU, FDP und der freien Wählergemeinschaft WiF, sowie Karin Haug für den SSW und Marc Paysen für die Wählergemeinschaft Flensburg Wählen. Ein Feld mit vier ernstzunehmenden Kandidaturen verlangt von jeder einzelnen Kampagne, sich von Beginn an klar zu positionieren, statt auf Verwechslungen mit den Mitbewerbern zu hoffen.

Für Fabian Geyer liegt die zentrale Herausforderung darin, als Kandidat ohne eigenes politisches Amt und ohne eigene Partei glaubwürdig gegen eine amtierende Oberbürgermeisterin anzutreten. Wer eine Amtsinhaberin herausfordert, muss der Wählerschaft eine überzeugende Antwort darauf geben, warum ein Wechsel überhaupt nötig ist, und diese Antwort glaubwürdiger vermitteln als die beiden weiteren Herausforderer, die um dieselben unzufriedenen Stimmen werben.

Ein Design, das Unabhängigkeit sichtbar macht

Ein harmonischer Petrolton als Grundlage des neuen Kampagnendesigns.
Ein harmonischer Petrolton als Grundlage des neuen Kampagnendesigns.

Für die Kampagne entwirft creategy das gesamte Design von Grund auf neu. Ein harmonischer Petrolton bildet die Basis, ergänzt um Grün- und Goldtöne, eine Farbwelt, die bewusst nicht in das gewohnte Rot-Schwarz-Schema etablierter Parteien passt.

Für einen Kandidaten, der im Politikbetrieb neu und parteipolitisch nicht gebunden ist, muss diese Unabhängigkeit auch in der Farbgebung der Kampagne sichtbar werden. Ein Design, das an bekannte Parteifarben erinnert, würde Geyers zentrales Versprechen, ein Angebot jenseits der gewohnten parteipolitischen Lager zu sein, von Anfang an unterlaufen.

Die Ergänzungsfarben Grün und Gold verleihen der Kampagne zugleich einen frischen, modernen Auftritt und schaffen eine behutsame Öffnung in Richtung einer umweltbewussten, ökologisch geprägten Stadtgesellschaft, ohne dass die Kampagne dafür ein einzelnes grünes Parteithema übernehmen müsste. Für eine Stadt, in der Bündnis 90/Die Grünen die amtierende Oberbürgermeisterin mitträgt, ist dieses Signal ein bewusst gesetzter Kontrapunkt: Auch ein bürgerlich-unabhängiger Kandidat kann ökologische Anliegen ernst nehmen, ohne sich einer einzelnen Partei zuzuordnen.

Eine Kampagne aus zwei Agenturen

Für Fabian Geyer arbeitet creategy im Kampagnenverlauf eng mit der PER Agency zusammen, vormals unter dem Namen Faktenkontor bekannt. Während creategy das visuelle Kampagnendesign sowie die Bildsprache verantwortet, bringt die Partneragentur ihre eigene Expertise in die Gesamtkampagne ein, eine Aufteilung, die es erlaubt, mehr Kapazität und mehr fachliche Tiefe in eine Kampagne dieser Größenordnung zu investieren.

Zwei Agenturen, ein gemeinsames Ziel: der Wechsel im Flensburger Rathaus."

Für eine Oberbürgermeisterwahl in einer Stadt mit fast 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern reicht die Kapazität einer einzelnen Agentur oft nicht aus, um alle Facetten einer Kampagne, von der strategischen Beratung über die Pressearbeit bis zur Gestaltung sämtlicher Werbemittel, in der gebotenen Qualität abzudecken. Eine Zusammenarbeit zwischen zwei spezialisierten Partnern verteilt diese Aufgaben auf zwei Teams, die jeweils in ihrem eigenen Bereich Erfahrung mitbringen, statt eine einzelne Agentur mit allen Aufgaben gleichzeitig zu belasten.

Für Fabian Geyer selbst bedeutet diese Konstellation, dass er sich auf einen abgestimmten, gemeinsamen Auftritt beider Partneragenturen verlassen kann, ohne selbst zwischen unterschiedlichen Ansätzen vermitteln zu müssen. Eine enge Abstimmung zwischen creategy und der PER Agency sorgt dafür, dass Design, Botschaften und Kommunikation über die gesamte Kampagnendauer hinweg konsistent bleiben.

Slider statt einzelner Beiträge

Für die Social-Media-Kampagne setzt creategy auf mehrere durchgängig gestaltete Slider-Formate statt einzelner, voneinander unabhängiger Beiträge. Jeder Slider führt durch mehrere Bildschirme hinweg ein Thema konsequent zu Ende, von der ersten Vorstellung des Kandidaten bis zu konkreten inhaltlichen Positionen.

Schicke Slider!
Schicke Slider!

Für eine Wählerschaft, die einen weitgehend unbekannten Kandidaten erst noch kennenlernen muss, ist dieses Format besonders geeignet. Ein einzelner Social-Media-Post vermittelt selten mehr als einen kurzen Eindruck, während ein mehrteiliger Slider genügend Raum bietet, um sowohl die Persönlichkeit Fabian Geyers als auch seine inhaltlichen Positionen nachvollziehbar darzustellen, ohne die Aufmerksamkeit der Nutzerinnen und Nutzer zu überfordern.

Die Kampagne ist mehrsprachig
Die Kampagne ist mehrsprachig

Die konsequente Anwendung des neuen Petrol-, Grün- und Goldtons über alle Slider hinweg sorgt zusätzlich dafür, dass die Kampagne auf jedem Kanal sofort wiedererkennbar bleibt, unabhängig davon, ob ein Beitrag zum ersten Mal oder wiederholt im Feed einer Nutzerin oder eines Nutzers erscheint.

Bilder, die mehr sagen als jeder Slogan

Dr. Geyer im Arbeitszimmer
Dr. Geyer im Arbeitszimmer

Für die Kampagne setzt creategy konsequent auf professionelles Bildmaterial. Fesselnde, hochwertig produzierte Fotografie prägt sowohl die gedruckten Werbemittel als auch den Auftritt auf Social Media, denn auch im Wahlkampf gilt die alte Weisheit, dass Bilder mehr sagen als tausend Worte.

Für einen Kandidaten, der der Wählerschaft zunächst noch persönlich vorgestellt werden muss, ersetzt professionelle Fotografie einen Teil dessen, was eine langjährige Amtsinhaberin bereits durch ihre Bekanntheit mitbringt. Wer Fabian Geyer auf hochwertigen Bildern in unterschiedlichen Situationen sieht, im Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern, bei offiziellen Terminen, im Porträt, gewinnt einen greifbareren Eindruck von seiner Persönlichkeit, als es ein einzelnes Wahlplakat je leisten könnte.

Auch die Slider-Kampagne auf Social Media baut auf diesem Bildmaterial auf. Dieselbe hochwertige Bildsprache zieht sich so konsistent durch gedruckte Werbemittel, Website und soziale Kanäle, ein wesentlicher Baustein dafür, dass Fabian Geyer trotz seiner kürzeren politischen Vorgeschichte schnell ein greifbares, wiedererkennbares Gesicht erhält.

56 Prozent und ein historisches Ergebnis

Am 2. Oktober 2022 gewinnt Fabian Geyer die Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters von Flensburg mit 56 Prozent der Stimmen gegen die amtierende Oberbürgermeisterin Simone Lange, nachdem er bereits im ersten Wahlgang mit 43,5 Prozent deutlich vor ihr gelegen hatte. Am 15. Januar 2023 tritt er sein Amt an. Nach Angaben von creategy handelt es sich um das beste Ergebnis einer Oberbürgermeisterwahl in der Geschichte der Stadt.

Zwei Erkenntnisse aus diesem Case lassen sich auf andere Kandidaturen parteiloser Herausforderer gegen amtierende Amtsinhaberinnen und Amtsinhaber übertragen. Erstens: Ein Kampagnendesign, das sich bewusst von bekannten Parteifarben absetzt, unterstreicht die Unabhängigkeit eines Kandidaten glaubwürdiger als jede verbale Beteuerung allein. Zweitens: In einem Feld mit mehreren ernstzunehmenden Mitbewerbern verschafft hochwertige, durchgängig eingesetzte Fotografie einem noch unbekannten Kandidaten die persönliche Präsenz, die eine amtierende Konkurrentin bereits durch ihre bisherige Amtszeit besitzt.

Ein OB im Hoodie?!
Ein OB im Hoodie?!

Für creategy zeigt der Case außerdem, dass sich auch die Herausforderung einer etablierten Amtsinhaberin in einer großen kreisfreien Stadt gewinnen lässt, wenn Design, Bildsprache und die Zusammenarbeit mehrerer spezialisierter Partner konsequent ineinandergreifen. In Flensburg hat diese Kombination am Ende zu einem der deutlichsten Ergebnisse einer Oberbürgermeisterwahl geführt, die die Stadt in ihrer Geschichte gesehen hat.

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