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creategy

Ein Workshop-Tag für die eigene Social-Media-Arbeit.

Friedrich-Naumann-Stiftung.

Acht Lektionen, drei Breakout-Übungen, ein roter Faden von der Positionierung bis zur Erfolgsmessung. creategy schult politisch engagierte Teilnehmende der Friedrich-Naumann-Stiftung im Rahmen von „Li Campaign 2026".

Ein Workshop-Tag für die eigene Social-Media-Arbeit.

Ein Zitat von Hans Magnus Enzensberger eröffnet den Raum: „Im Wahlkampf muß man mit dem Wortschatz eines Kindergartens und mit der Grammatik eines Computers auskommen." Am 29. Mai 2026 sitzen politisch engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Friedrich-Naumann-Stiftung vor genau dieser Herausforderung, und vor Chwali Bouman und Zoë Pohle von creategy.

Für die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit konzipiert und moderiert creategy einen ganztägigen Workshop zu politischer Social-Media-Arbeit, acht Lektionen, drei Breakout-Übungen, ein durchgehender roter Faden von der Positionierung bis zur Erfolgsmessung.

8

Lektionen im Workshop

3

Breakout-Übungen zum Selbermachen

1958

Gründungsjahr der Friedrich-Naumann-Stiftung

Ausgangslage

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit fördert seit 1958 liberale politische Bildung, seit 1973 auch gezielt politisch engagierten Nachwuchs im Rahmen ihrer Begabtenförderung. Für Menschen, die sich politisch einbringen wollen, reicht ein gutes Programm heute jedoch nicht mehr aus, ohne eine funktionierende Kommunikation auf Social Media bleibt selbst die beste inhaltliche Arbeit oft unsichtbar.

Viele engagierte Nachwuchspolitikerinnen und -politiker verfügen zwar über inhaltliche Substanz, aber nicht automatisch über das Handwerkszeug, diese Substanz auf Plattformen wie Instagram oder TikTok verständlich zu vermitteln. Mit dieser Ausgangslage beauftragt die Friedrich-Naumann-Stiftung creategy im Rahmen des Formats „Li Campaign 2026", einen Workshop zu konzipieren, der allgemeine, plattformübergreifend anwendbare Konzepte vermittelt statt sich in kurzlebigen Detailtricks einzelner Netzwerke zu verlieren.

Grundlagen und Positionierung

Foto: Milena Radatz
Foto: Milena Radatz

In der ersten Lektion vermittelt creategy, warum Social Media politische Meinungsbildung grundlegend verändert hat, direkte Kommunikation ohne Medienfilter, Menschen folgen Menschen statt Institutionen. Ergänzend erklärt der Workshop, wie der Algorithmus tatsächlich funktioniert, entlang der vier Faktoren Interaktion, Verweildauer, Aktualität und Format.

Darauf aufbauend widmet sich die zweite Lektion der eigenen Positionierung: Wofür stehe ich, was will ich erreichen, wen will ich erreichen? In einer ersten Breakout-Übung schreiben die Teilnehmenden auf, warum jemand ihnen überhaupt folgen sollte, und verdichten die Antwort auf eine einzige Formel: „Ich stehe für . . . , weil . . . , und will . . . erreichen." Eine zweite Übung führt von dieser persönlichen Positionierung zu einer konkreten Zielgruppen-Persona, mit Alter, Lebensrealität und politischem Interesse.

Du erreichst nicht alle, und musst es auch nicht."

Content Creation Lab und Storytelling

Leitsatz für Social Media
Leitsatz für Social Media

In der dritten Lektion entwickelt creategy gemeinsam mit den Teilnehmenden fünf Content-Säulen, persönliche Inhalte, politische Inhalte, Einblicke hinter die Kulissen, Info- und Servicepostings sowie aktivierende Formate wie Umfragen und Diskussionsanstöße. Für den einzelnen Beitrag vermittelt creategy einen einfachen Dreischritt: Hook für die ersten zwei Sekunden Aufmerksamkeit, Herzstück mit Story, Nutzen und Emotion, sowie ein klarer Call-to-Action am Ende.

In der dritten Breakout-Übung übersetzen die Teilnehmenden dieses Gerüst direkt in ein eigenes Videoskript, mit Format, Hook, Herzstück und Call-to-Action. Die vierte Lektion baut darauf auf und adressiert ein Grundproblem politischer Kommunikation: Politik ist oft zu abstrakt, zu technisch, zu weit weg vom Alltag. creategy vermittelt eine Storytelling-Formel aus Problem, Mensch, Lösung und Gefühl, mit einem einprägsamen Beispiel: aus „wir müssen die Infrastruktur verbessern" wird „warum du jeden Morgen im Stau stehst".

Tools, KI und der Weg von online zu offline

Die fünfte Lektion widmet sich der praktischen Umsetzung: creategy stellt mit CapCut und Canva zwei Werkzeuge vor, die sich auch ohne Vorerfahrung in Videoschnitt oder Grafikdesign bedienen lassen, von automatischen Untertiteln bis zu plattformgerechten Formaten für TikTok, Reels oder YouTube. Ein einfacher Workflow, Ideen sammeln, Inhalte bündeln, Redaktionsplan erstellen, KI als Unterstützer, hilft dabei, Content weniger sporadisch als planbar zu produzieren.

Die sechste Lektion zeigt, wie aus Followerinnen und Followern tatsächlich Unterstützerinnen und Unterstützer werden, über Diskussionen, Beziehungsaufbau und das Beantworten von Kommentaren, bis hin zur konkreten Mobilisierung von online zu offline: „Komm zur Veranstaltung", „Diskutiere mit uns vor Ort."

Resilienz und die richtigen Kennzahlen

Die siebte Lektion bereitet die Teilnehmenden gezielt auf Gegenwind vor, der bei sichtbarer politischer Kommunikation unvermeidlich ist. creategy vermittelt, Kritik einzuordnen, zwischen sachlicher Kritik und bloßem Hass zu unterscheiden und bewusst zu entscheiden, wann eine Reaktion sinnvoll ist und wann Ignorieren die bessere Wahl bleibt.

Die abschließende achte Lektion widmet sich den passenden Kennzahlen, Reichweite, Engagement und Kommentare, verbunden mit einem einfachen Dreischritt zur laufenden Optimierung: testen, analysieren, anpassen. Was hat funktioniert, warum hat es funktioniert, was mache ich beim nächsten Mal anders?

Ergebnis

Aus acht Lektionen und drei praktischen Übungen entsteht für die Teilnehmenden der Friedrich-Naumann-Stiftung ein zusammenhängendes Gerüst für die eigene politische Social-Media-Arbeit, von der ersten Positionierung bis zur laufenden Erfolgsmessung. Konkrete Teilnehmerzahlen oder Rückmeldungen zum Workshop lagen für diesen Case nicht vor und wurden entsprechend nicht in die Kennzahlen aufgenommen.

Der Workshop endet mit vier zentralen Learnings, die creategy den Teilnehmenden mitgibt: eine klare Positionierung, eine direkte Ansprache einer definierten Zielgruppe, Konsistenz vor Perfektion und Aktivieren statt reines Reden. Zwei Erkenntnisse aus diesem Case lassen sich auf andere politische Bildungsformate übertragen. Erstens: Social-Media-Schulung wirkt nachhaltiger, wenn sie allgemeine, plattformübergreifende Prinzipien vermittelt statt kurzlebiger Detailtricks einzelner Netzwerke. Zweitens: Praktische Breakout-Übungen, in denen Teilnehmende die eigene Positionierung oder den eigenen Videoentwurf sofort selbst erarbeiten, verankern das Gelernte deutlich stärker als reiner Vortrag.

Für creategy zeigt der Case, dass sich die eigene Expertise aus Wahlkampf und politischer Kommunikation auch in Bildungsformate für eine politische Stiftung übersetzen lässt. Beim Workshop für die Friedrich-Naumann-Stiftung hat die Kombination aus Grundlagenwissen, Content-Handwerk, praktischen Tools und einer realistischen Vorbereitung auf Gegenwind am Ende ein Format entstehen lassen, das politisch engagierten Menschen die eigene Social-Media-Arbeit greifbar macht.

Gehört werden ist kein Projekt. Es ist eine Aufgabe.

Laufende politische Kommunikation braucht einen Partner, der Ihre Strukturen versteht und langfristig mitdenkt. In einem ersten Gespräch finden wir gemeinsam heraus, wo wir Sie am wirkungsvollsten unterstützen können. Kostenlos und unverbindlich.