Main-Tauber-Kreis im äußersten Nordosten Baden-Württembergs: 18 Städte und Gemeinden, geprägt von Landwirtschaft, Weinbau, Möbel- und Glasindustrie, und seit 1992 ohne Unterbrechung ein CDU-Direktmandat für den Landtag. Mitten in dieser Region tritt Gerd Bayer bei der Landtagswahl am 8. März 2026 an, mit einem Lebensweg vom Großstadtleben bis zum eigenen Hof in Rüsselhausen.
Von der Analyse des Umfelds über eine feinjustierte Personenmarke bis zur Werbemittelplanung begleitet creategy Gerd Bayer in zwei Strategie-Workshops beim Aufbau seiner Landtagswahlkampagne.
133.169
Einwohnerinnen und Einwohner des Main-Tauber-Kreises (2024)
21,4 %
Erststimmenergebnis
Ausgangslage
Der Main-Tauber-Kreis zählt rund 100.000 Wahlberechtigte, ist mittelständisch geprägt und im Vergleich zum Landesdurchschnitt etwas älter, mit einem niedrigeren Ausländeranteil. Politisch ist die Region seit Jahrzehnten fest in CDU-Hand, seit 1992 gewinnt Wolfgang Reinhart hier ununterbrochen das Direktmandat für den Landtag. Zur Wahl 2026 kommt erstmals ein neues Landeswahlrecht zur Anwendung, mit Erst- und Zweitstimme analog zum Bundestagswahlrecht, wodurch die Erststimme erstmals unabhängig von der Zweitstimme vergeben werden kann.
Für Gerd Bayer, mit einem ungewöhnlichen Lebensweg von New York bis ins Dorf, bedeutet diese Ausgangslage eine klare Herausforderung: Er tritt gegen einen tief verwurzelten CDU-Amtsinhaber an, in einer Region mit hoher Wahlbeteiligung und ausgeprägter Parteibindung. Mit dieser Lage beauftragt Bayer creategy, seine Kampagne von der ersten Analyse bis zur Werbemittelplanung aufzubauen.
Eine datenbasierte Analyse von Umfeld, Demoskopie und Themen

Im ersten Strategie-Workshop untersucht creategy die Bevölkerungsstruktur des Main-Tauber-Kreises, die Wahlbeteiligungen und Wahlergebnisse vergangener Landtagswahlen sowie aktuelle Landesumfragen. Ergänzt wird diese Analyse um die wichtigsten politischen Themen in Baden-Württemberg und die von Bayer selbst gesetzten Themenschwerpunkte wie erneuerbare Energien, Schulsanierung und den Ausbau des ÖPNV im ländlichen Raum. :::
Aus dieser Analyse leitet creategy drei zentrale Handlungsfelder ab: eine gezielte Ansprache der Landwirtinnen und Landwirte als wichtige regionale Berufsgruppe, eine differenzierte Zielgruppenansprache zwischen jungen und älteren Wählerinnen und Wählern sowie eine bewusste Zurückhaltung bei überregional aufgeladenen Themen, die im ländlichen Main-Tauber-Kreis objektiv weniger relevant sind als in Großstädten. Ergänzend entwickelt creategy ein Zukunftsmonitor-Konzept aus Ideenkarten, Online-Umfrage und Themenveranstaltungen, mit dem Bürgerinnen und Bürger eigene Themen direkt einbringen können.
Personenmarke: vier Werte für einen ungewöhnlichen Kandidaten
Im zweiten Strategie-Workshop verdichtet creategy die im gemeinsamen Miro-Board gesammelten Eigenschaften auf vier Markenwerte: nahbar und ehrlich, der Zukunftsgestalter, der kreative Macher und der Brückenbauer. Der letzte Wert greift Bayers eigenen Lebensweg auf, von einem urbanen Leben in einer Weltstadt bis zum landwirtschaftlich geprägten Main-Tauber-Kreis, und macht daraus ein zentrales Positionierungsmerkmal seiner Kandidatur.
„Wer zwischen zwei Welten zu Hause ist, muss sich für keine von beiden entschuldigen."
Aus diesen vier Werten entwickelt creategy ein kommunikatives Narrativ, das Bayer als verantwortungsbewussten, zukunftsorientierten und zugleich bodenständigen Kandidaten zeigt, der bereit ist, mit konservativen wie liberalen Wählerinnen und Wählern gleichermaßen ins Gespräch zu kommen.
Positionierung auf die Erststimme
Da das neue Wahlrecht Erst- und Zweitstimme voneinander trennt, kann Bayer gezielt jene Wählerinnen und Wähler ansprechen, die zwar eine andere Partei bevorzugen, mit ihrer Erststimme aber den langjährigen CDU-Amtsinhaber Wolfgang Reinhart abwählen möchten. Für konservativ geprägte Wählergruppen setzt die Kampagne auf Themen wie Landwirtschaft und wirtschaftliche Stabilität, für eher liberale Gruppen auf Gleichberechtigung und Klimaschutz.
Werbemittel und Kanalmix für einen ländlichen Wahlkreis



Für die Kampagne entwickelt creategy einen mehrstufigen Werbemittel-Mix entlang der vier klassischen Wahlkampfphasen: einen Vorstellungsflyer zur Bekanntmachung, ein Wahlprogramm und Ideenkarten zur Themenphase, Türhänger für den Tür-zu-Tür-Wahlkampf sowie ein gesondertes Mobilisierungs-Türhänger für das letzte Wochenende vor der Wahl. Ergänzt wird dies um klassische Wahlwerbeträger wie Kopfplakat, Bauzaunbanner und Beachflag sowie kleinere Streumittel für Wahlkampfstände.
Für den digitalen Kanalmix empfiehlt creategy einen klaren Schwerpunkt auf Instagram zur Ansprache jüngerer Zielgruppen, ergänzt um eine Website als zentralen Online-Anker, während Printprodukte und persönliche Ansprache vor allem die quantitativ wichtige Gruppe der älteren Wählerinnen und Wähler erreichen. Für einen ländlich geprägten Wahlkreis mit hoher Relevanz von Infoständen und persönlichen Gesprächen bildet dieser Mix aus digitaler Reichweite und klassischer Straßenpräsenz die Grundlage der weiteren Kampagne.
Ergebnis
Aus einer datenbasierten Umfeld- und Themenanalyse, einer auf vier Werte verdichteten Personenmarke und einer klaren Erststimmen-Positionierung entsteht für Gerd Bayer eine Kampagnengrundlage für die Landtagswahl am 8. März 2026 im Main-Tauber-Kreis. Gerd Bayer holt ein respektables Erststimmenergebnis von 21,4% und zieht in den Landtag ein.
Zwei Erkenntnisse aus diesem Case lassen sich auf andere Kandidaturen gegen etablierte Amtsinhaber übertragen. Erstens: Ein neues Wahlrecht mit getrennter Erst- und Zweitstimme eröffnet Herausforderern eine Positionierung, die weit über die eigene Parteibindung hinausreicht. Zweitens: Eine persönliche Geschichte, die auf den ersten Blick ungewöhnlich wirkt, kann gezielt zur eigentlichen Stärke einer Kandidatur werden, wenn sie konsequent in eine verdichtete Personenmarke übersetzt wird.
Für creategy zeigt der Case, dass sich auch eine Außenseiterkandidatur in einem strukturell schwierigen Wahlkreis strategisch fundiert aufbauen lässt. Bei Gerd Bayer hat die Kombination aus datenbasierter Analyse, einer klaren Personenmarke und einer zugespitzten Erststimmen-Strategie eine tragfähige Grundlage für die Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg geschaffen.

