Neun Jahre lang führt Marco Siesing das Rathaus von Eschelbronn, zuletzt mit einem Wiederwahlergebnis von 94,4 Prozent, das seine Beliebtheit in der kleinen Gemeinde eindrücklich belegt. Im Sommer 2024 wagt er den Sprung in eine deutlich größere Aufgabe: die Oberbürgermeisterwahl in der Großen Kreisstadt Sinsheim.
Der Sprung gelingt souverän. Bereits im ersten Wahlgang setzt sich Siesing gegen zwei Gegenkandidaten durch, darunter einen ambitionierten Bürgermeister aus der Region, und gewinnt mit 76,7 Prozent der Stimmen. Aus dem langjährigen Bürgermeister einer kleinen Gemeinde wird der neue Oberbürgermeister einer der bekanntesten Städte im Rhein-Neckar-Kreis.

Die Zusammenarbeit mit creategy war verlässlich, kreativ, voll guter Ideen, frischen Konzepten und Lösungsvorschlägen. Von mir gibt es eine eindeutige Empfehlung. Ein Partner für den Wahlkampf, auf den man bauen kann.
Marco Siesing
Oberbürgermeister von Sinsheim
76,7 %
Ergebnis im ersten Wahlgang
2
Gegenkandidaten im ersten Wahlgang
Von der kleinen Gemeinde in die Große Kreisstadt
Sinsheim liegt im Rhein-Neckar-Kreis und ist weit über die eigenen Stadtgrenzen hinaus bekannt, durch das Technik-Museum, die Thermen- und Badewelt, die Messe Sinsheim und die sportlichen Erfolge der TSG 1899 Hoffenheim. Die Stadt gliedert sich in zahlreiche Stadtteile, von der Kernstadt bis zu kleineren Orten wie Steinsfurt, Hoffenheim und Waldangelloch, was Sinsheim zu einer deutlich komplexeren Verwaltungsaufgabe macht als die Gemeinde, aus der Siesing kommt.
Jörg Albrecht führte das Rathaus von 2012 bis 2024, zwölf Jahre, davor Rolf Geinert von 2004 bis 2012. Als sich 2024 die Nachfolge zur Wahl stellt, tritt mit Marco Siesing ein Kandidat an, der zwar bereits über neun Jahre Erfahrung als Bürgermeister verfügt, allerdings in einer Gemeinde von ganz anderer Größenordnung.
Gegen ihn tritt unter anderem ein ambitionierter Bürgermeister aus der Region an, ein Umstand, der die Wahl von Beginn an offener erscheinen lässt, als es Siesings Erfahrung allein hätte vermuten lassen. Für die Kampagne bedeutet das, Siesings Verwaltungserfahrung glaubwürdig zu übersetzen, ohne dass die geringere Größe Eschelbronns zum Nachteil wird.
Für Wählerinnen und Wähler in Sinsheim liegt die naheliegende Frage nahe, ob ein Bürgermeister aus einer Gemeinde mit wenigen tausend Einwohnerinnen und Einwohnern die Verwaltung einer Großen Kreisstadt mit ihren vielen Stadtteilen überhaupt führen kann. Diese Frage lässt sich nicht wegdiskutieren, sie muss durch eine klare, belegbare Erzählung beantwortet werden, die zeigt, welche Fähigkeiten sich tatsächlich von einer kleineren auf eine größere Verwaltung übertragen lassen.
Ein stringenter Zeitplan als Kern der Strategie

Zu Beginn des Projekts arbeitet creategy die vollständige Wahlkampfstrategie für Marco Siesing aus. Demografische und demoskopische Analysen liefern die Grundlage, aus der die strategischen Ableitungen für die gesamte Kampagne entstehen. Ein besonders stringenter Zeitplan bildet dabei den Kern der Strategiearbeit, um jede Phase der Kampagne rechtzeitig vorzubereiten.
Für eine Oberbürgermeisterwahl in einer Stadt mit vielen Stadtteilen reicht eine grobe Zeitplanung nicht aus. Jede Phase, von der ersten Vorstellung bis zu den letzten Werbemitteln vor dem Wahltag, muss exakt getaktet sein, damit die Kampagne in der gesamten Stadt gleichzeitig präsent ist, statt sich auf einzelne Stadtteile zu konzentrieren.
Für Siesing als Kandidat aus einer kleineren Gemeinde ist diese Präzision besonders wichtig. Er kann sich nicht auf eine bereits vorhandene, stadtweite Bekanntheit verlassen, wie sie ein amtierender Oberbürgermeister mitbringen würde. Der Zeitplan muss deshalb sicherstellen, dass er in jedem Stadtteil rechtzeitig sichtbar wird, bevor die entscheidenden Wochen vor der Wahl beginnen.
Ein Zeitplan dieser Genauigkeit verlangt auch eine enge Abstimmung zwischen Strategie und Umsetzung. Jede Verzögerung in der Produktion eines Werbemittels hätte zur Folge, dass ein bestimmter Stadtteil später erreicht wird als geplant, mit entsprechenden Folgen für die Gesamtwirkung der Kampagne. creategy plant deshalb Pufferzeiten von Anfang an mit ein, statt sie erst dann einzuplanen, wenn ein Verzug bereits eingetreten ist.
Die Political Brand Method als Fundament
Für die Positionierung von Marco Siesing setzt creategy auf die eigens entwickelte Political Brand Method, ein strukturiertes Verfahren, mit dem die Agentur die Markenpositionierung von Kandidatinnen und Kandidaten systematisch erarbeitet. Für eine Oberbürgermeisterwahl mit mehreren ernstzunehmenden Mitbewerbern ist ein solches Verfahren besonders wertvoll, weil es Klarheit darüber schafft, welche Aspekte von Siesings Vita und Persönlichkeit im Zentrum der Kampagne stehen sollen.
„Wer aus einer kleinen Gemeinde kommt, muss seine Erfahrung für eine größere Stadt neu übersetzen."
Die Methode übersetzt Siesings neun Jahre als Bürgermeister und sein außergewöhnliches Wiederwahlergebnis von 94,4 Prozent in eine Erzählung, die für Sinsheim relevant ist: ein Kandidat, der bereits bewiesen hat, dass er das Vertrauen einer Gemeinde über Jahre hinweg halten kann, jetzt angewandt auf eine größere und vielschichtigere Stadt.
Ein solches Verfahren liefert dabei weniger ein einzelnes Motiv oder einen Slogan als einen wiederholbaren Rahmen, an dem sich jede weitere Entscheidung der Kampagne ausrichten lässt. Für ein Team, das parallel Strategie, Design und Social Media entwickelt, ist dieser gemeinsame Rahmen die Voraussetzung dafür, dass am Ende ein stimmiges Gesamtbild entsteht, statt mehrerer, lediglich lose miteinander verbundener Kampagnenelemente.
Social-Media-Wahlkampf mit Wirkung

Ein besonderes Augenmerk der Kampagne liegt auf Social Media. Statt allein auf organisches Content-Marketing zu setzen, basiert die Kampagne primär auf der passgenauen Ausspielung von Werbung. Auf Basis eines eigens entwickelten Zielgruppen-Modells spricht creategy die relevanten Wählergruppen in Sinsheim jeweils mit passenden Botschaften an.
Für eine Stadt mit so vielen unterschiedlichen Stadtteilen ist dieses Modell besonders wertvoll. Eine einzelne, für die gesamte Stadt identische Botschaft würde die Unterschiede zwischen Kernstadt und den kleineren Stadtteilen ignorieren. Die zielgruppengenaue Ausspielung erlaubt es stattdessen, dieselbe Grundbotschaft je nach Zielgruppe unterschiedlich zu akzentuieren, ohne die Konsistenz der Gesamtkampagne zu verlieren.
Design, das überzeugt
Neben der Strategie übernimmt creategy die Konzeption und Gestaltung sämtlicher Werbemittel der Kampagne, vom Wahlplakat bis zum Notizblock. Zu Beginn der grafischen Arbeit entsteht eine eigene Wort-Bild-Marke mit passender Farb- und Schriftgebung, die anschließend konsequent über alle Materialien hinweg verfolgt wird.
Diese Konsequenz ist für die Wiedererkennbarkeit der Kampagne entscheidend. Bürgerinnen und Bürger, die Siesing zunächst auf einem Plakat, dann in einem Social-Media-Post und schließlich auf einem Notizblock am Infostand begegnen, sollen ihn in jedem dieser Momente sofort wiedererkennen, unabhängig davon, wo und wie der Kontakt zustande kommt.

Gerade weil Siesing in Sinsheim zu Beginn der Kampagne noch nicht über eine stadtweite Bekanntheit verfügt, trägt dieses Wiedererkennungspotenzial einen wesentlichen Teil des Kampagnenerfolgs. Ein einzelnes, gut gestaltetes Werbemittel reicht dafür nicht aus, entscheidend ist die Summe vieler konsistenter Kontaktpunkte über die gesamte Kampagnendauer hinweg.
77 Prozent bereits im ersten Wahlgang
Im Sommer 2024 gewinnt Marco Siesing die Oberbürgermeisterwahl in Sinsheim bereits im ersten Wahlgang mit 76,7 Prozent der Stimmen, gegen zwei Mitbewerber, darunter einen ambitionierten Bürgermeister aus der Region. Aus dem langjährigen Bürgermeister von Eschelbronn wird binnen weniger Monate der neue Oberbürgermeister einer der bekannteren Städte Baden-Württembergs.
Zwei Erkenntnisse aus diesem Case lassen sich auf andere Kandidaturen aus kleineren Gemeinden in größere Städte übertragen. Erstens: Ein stringenter, präzise getakteter Zeitplan entscheidet oft darüber, ob ein Kandidat in einer Stadt mit vielen Stadtteilen rechtzeitig überall sichtbar wird. Zweitens: Ein datenbasiertes Zielgruppen-Modell für Social Media erlaubt es, eine Kampagne in einer heterogenen Stadt konsistent zu halten, ohne die Unterschiede zwischen den Stadtteilen zu ignorieren.
Für creategy zeigt der Case, dass sich kommunalpolitische Erfahrung aus einer kleinen Gemeinde in eine deutlich größere Stadt übertragen lässt, wenn Strategie, Positionierung und Design konsequent zusammenspielen. In Sinsheim hat diese Kombination aus präziser Zeitplanung, einer klaren Markenpositionierung und einem durchdachten Social-Media-Ansatz am Ende zu einem der klarsten Ergebnisse einer Oberbürgermeisterwahl der vergangenen Jahre geführt.

