Als Hauptamtsleiter kennt Matthäus Bürkle jede Akte im Eschelbronner Rathaus, jede laufende Baumaßnahme, jeden Antrag, der gerade auf dem Schreibtisch liegt. Als sein Chef, Bürgermeister Marco Siesing, wenige Monate zuvor zum Oberbürgermeister der größeren Nachbarstadt Sinsheim gewählt wird, steht in Eschelbronn plötzlich die Nachfolgefrage im Raum, für ein Amt, das Bürkle von innen kennt wie kaum ein anderer.
Im Oktober 2024 beantwortet die Gemeinde diese Frage mit einem der deutlichsten Ergebnisse, das eine Bürgermeisterwahl hervorbringen kann: 90,10 Prozent für Matthäus Bürkle. Aus dem Hauptamtsleiter wird der neue Bürgermeister von Eschelbronn.
90,10 %
Ergebnis der Bürgermeisterwahl
Ein Nachfolger für einen sehr beliebten Bürgermeister
Eschelbronn liegt im nördlichen Kraichgau, im Rhein-Neckar-Kreis, rund 25 Kilometer südöstlich von Heidelberg. Anders als viele Nachbargemeinden besteht Eschelbronn aus einem einzigen Ort ohne weitere Ortsteile, eine überschaubare Struktur, in der die meisten Menschen einander und ihre Verwaltung gut kennen.
Marco Siesing wird 2015 mit 68,7 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister gewählt und 2023 mit außergewöhnlichen 94,4 Prozent in seiner zweiten Amtszeit bestätigt, ein Ergebnis, das seine Beliebtheit in der Gemeinde eindrücklich belegt. Als Siesing 2024 zum Oberbürgermeister von Sinsheim gewählt wird, ebenfalls als Kunde von creategy, wird das Rathaus in Eschelbronn nach neun Jahren unerwartet frei.
Für die Nachfolge tritt Matthäus Bürkle an, der als Hauptamtsleiter zuvor direkt unter Siesing gearbeitet hat. Diese Ausgangslage unterscheidet sich deutlich von den meisten Bürgermeisterwahlen, in denen ein Herausforderer sich erst gegen einen etablierten Amtsinhaber oder eine unbekannte Vita durchsetzen muss. Bürkle tritt stattdessen als jemand an, der die Verwaltung der Gemeinde bereits von innen führt, mit dem Anspruch, die Arbeit eines sehr erfolgreichen Vorgängers fortzusetzen, ohne selbst zur bloßen Kopie zu werden.
Eine Gemeinde ohne weitere Ortsteile hat dabei einen Vorteil, den größere, stärker zersplitterte Gemeinden nicht haben: Eine Kampagne kann sich auf eine einzige, klare Erzählung konzentrieren, die für die gesamte Wählerschaft gilt, statt mehrere Ortsidentitäten gleichzeitig bedienen zu müssen. Das erleichtert es, in der kurzen Zeit bis zur Wahl ein konsistentes Bild aufzubauen.
Kontinuität als Ausgangspunkt
Die strategische Grundfrage der Kampagne unterscheidet sich deutlich von den meisten Bürgermeisterwahlen. Es geht weniger darum, Vertrauen gegen einen Amtsinhaber neu aufzubauen, als ein bereits bestehendes Vertrauen in die Verwaltung der Gemeinde auf eine neue Person zu übertragen. Für creategy bedeutet das, Bürkles Rolle als Hauptamtsleiter offensiv als Stärke zu positionieren, als Beleg dafür, dass er die laufenden Projekte und offenen Fragen der Gemeinde bereits im Detail kennt.

Gleichzeitig darf die Kampagne nicht den Eindruck erwecken, als würde lediglich die Amtszeit des Vorgängers fortgeschrieben. Eine Gemeinde, die mit 94,4 Prozent gerade erst ihre Zufriedenheit mit dem bisherigen Bürgermeister bestätigt hat, erwartet von seinem Nachfolger trotzdem eine eigene Handschrift, keinen bloßen Verwalter des Status quo. Diese doppelte Anforderung, Kontinuität in der Sache und Eigenständigkeit im Auftritt, prägt jede weitere Entscheidung der Kampagne.
Eine klare Marke: das Kampagnendesign

Für die Kampagne entwickelt creategy eine klare Wort-Bild-Marke, die auf den Anfangsbuchstaben des Namens Matthäus Bürkle aufbaut und sie in einer Symbiose miteinander verbindet. Damit erhält die Kampagne von Beginn an ein eigenständiges, wiedererkennbares Erscheinungsbild, unabhängig vom Design des Vorgängers.
Ein eigenes Logo ist für einen Kandidaten, der aus der eigenen Verwaltung kommt, keine reine Formalie. Es markiert sichtbar, dass mit der neuen Kandidatur auch ein eigenständiger Auftritt entsteht, selbst wenn die inhaltliche Kontinuität zum Vorgänger ausdrücklich gewünscht ist. Eine klare Bildsprache im Logo überträgt sich anschließend auf alle weiteren Werbemittel der Kampagne und sorgt für Wiedererkennung an jedem Ort der Gemeinde.
Vielfalt der Werbemittel, klassisch und digital

Um alle Bevölkerungsgruppen der Gemeinde zu erreichen, setzt creategy auf einen breiten Medienmix. Neben klassischen Vorstellungsflyern und dem gedruckten Wahlprogramm produziert das Team eigene Erstwählerpostkarten, die gezielt junge, zum ersten Mal wahlberechtigte Menschen ansprechen, sowie Mobilisierungstürhänger, die zur Wahlbeteiligung aufrufen.
Ergänzend entstehen mehrere Kampagnen-Reels zu Themen, die vor Ort tatsächlich diskutiert werden, sowie eine Website als digitaler Anker mit Informationen zur Person und zum Programm. Diese Bandbreite an Formaten stellt sicher, dass sowohl ältere Wählerinnen und Wähler, die einen gedruckten Flyer im Briefkasten erwarten, als auch jüngere, digital sozialisierte Zielgruppen gleichermaßen erreicht werden.
Die Erstwählerpostkarten verdienen dabei besondere Erwähnung. Junge Menschen, die zum ersten Mal überhaupt an einer Bürgermeisterwahl teilnehmen, lassen sich selten mit denselben Argumenten erreichen wie langjährige Wählerinnen und Wähler. Eine eigens für diese Zielgruppe konzipierte Postkarte signalisiert, dass ihre Stimme von Anfang an mitgedacht wird, statt sie nur als Randgruppe einer ohnehin breit angelegten Kampagne zu behandeln.
Die Interessen der Bürger im Mittelpunkt
„Politik mit den Bürgern statt nur für sie."
Für Matthäus Bürkle ist die direkte Einbindung der Bürgerschaft ein zentrales Element seiner Kandidatur. creategy setzt dafür auf eine Bürgerumfrage, die Zufriedenheit und Wünsche der Menschen in Eschelbronn systematisch abfragt und digital über die Website ausgefüllt werden kann. Diese Rückmeldungen fließen direkt in die inhaltliche Ausrichtung der Kampagne ein.
Ergänzend zum digitalen Angebot gestaltet creategy ein Bauzaunbanner, auf dem Menschen ihre Ideen für Eschelbronn und ihre Wünsche an den neuen Bürgermeister von Hand notieren können. Ein solches analoges Format erreicht auch jene Bürgerinnen und Bürger, die eine Online-Umfrage eher nicht ausfüllen würden, und macht die Beteiligung an der Kampagne im Ortsbild sichtbar, für jeden, der am Banner vorbeikommt.
Für einen Kandidaten aus der eigenen Verwaltung ist diese Form der Beteiligung besonders passend. Wer ohnehin für die Belange der Gemeinde zuständig war, kann mit einer solchen Umfrage zeigen, dass er auch als künftiger Bürgermeister zuhören will, statt allein aus der eigenen Aktenkenntnis heraus zu entscheiden.
Gerade weil Bürkle die Verwaltung bereits kennt, besteht andernfalls das Risiko, dass Wählerinnen und Wähler ihm unterstellen, ohnehin schon alle Antworten zu haben. Die Bürgerumfrage und das Bauzaunbanner widerlegen diese Annahme aktiv, indem sie zeigen, dass auch ein Kandidat mit Verwaltungserfahrung neue Impulse von außen sucht, statt sich allein auf sein bestehendes Wissen zu verlassen.
90,10 Prozent für den Nachfolger aus dem eigenen Rathaus
Im Oktober 2024 gewinnt Matthäus Bürkle die Bürgermeisterwahl in Eschelbronn mit 90,10 Prozent der Stimmen. Aus dem Hauptamtsleiter, der zuvor die Verwaltung der Gemeinde führte, wird binnen weniger Monate ihr neuer Bürgermeister, Nachfolger von Marco Siesing, der nach neun erfolgreichen Jahren als Oberbürgermeister nach Sinsheim wechselte.
Zwei Erkenntnisse aus diesem Case lassen sich auf andere Nachfolgen aus der eigenen Verwaltung übertragen. Erstens: Wer die Arbeit eines sehr beliebten Vorgängers fortsetzen will, profitiert von einem eigenständigen visuellen Auftritt, der Kontinuität in der Sache ermöglicht, ohne als bloße Kopie zu wirken. Zweitens: Eine Bürgerumfrage kombiniert mit einem analogen Format wie einem Bauzaunbanner erreicht ein deutlich breiteres Spektrum an Wählerinnen und Wählern als ein rein digitales Beteiligungsangebot allein.
Für creategy zeigt der Case außerdem, dass ein Ergebnis von über 90 Prozent kein Zufall ist. Es ist das Resultat einer Kampagne, die Vertrauen in eine bereits vorhandene Kompetenz mit einem eigenständigen, modernen Auftritt verbindet. In Eschelbronn hat diese Kombination aus fachlicher Nähe zur Verwaltung, klarem Markenauftritt und echter Bürgerbeteiligung am Ende zu einem der klarsten Wahlergebnisse der vergangenen Jahre geführt.
Bemerkenswert ist dabei auch der Blick über die Gemeindegrenze hinaus. Mit Marco Siesing in Sinsheim und Matthäus Bürkle in Eschelbronn stehen nun zwei ehemalige Kollegen aus demselben Rathaus an der Spitze zweier benachbarter Kommunen, ein seltener Fall, der zeigt, wie eng kommunale Karrieren in einer Region wie dem Kraichgau miteinander verflochten sein können.

