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71,5 Prozent gegen sechzehn Jahre Amtsinhaber.

Michael Töpfer

Eine Stadt mit sechs Ortsteilen, eine spürbare Kluft zwischen Kernstadt und Fläche, ein Herausforderer ohne Parteibuch. Am Ende steht ein klares Votum für den Wechsel.

71,5 Prozent gegen sechzehn Jahre Amtsinhaber.

In der Altstadt von Altlandsberg, zwischen Feldsteinmauer und Barockschlosskirche, kennt man den Amtsinhaber seit sechzehn Jahren. In den sechs Ortsteilen der Stadt, in Bruchmühle, Buchholz, Gielsdorf, Wegendorf und Wesendahl, sieht die Stimmung anders aus. Genau in dieser Differenz liegt der Ansatzpunkt für die Kampagne von Michael Töpfer.

Michael Töpfer
Das Team von creategy ist die ideale Ergänzung für jedes Wahlkampfteam. Mit Kompetenz, Kreativität und Professionalität wird der Wahlkampf begleitet und unterstützt. Creategy schafft Freiräume für die wirklich wichtigen Dinge des Wahlkampfes, für den Kontakt mit den Wählerinnen und Wählern. Die Zusammenarbeit ist von Verständnis, ständiger Kommunikation und Freude und Spaß geprägt. Jederzeit wieder!

Michael Töpfer

Bürgermeister von Altlandsberg

In der Stichwahl setzt sich Töpfer schließlich mit 71,5 Prozent der Stimmen gegen den amtierenden Bürgermeister durch. Nach sechzehn Jahren mit demselben Amtsinhaber hat Altlandsberg einen neuen Bürgermeister, einen, der sich als unabhängige, neue politische Kraft positioniert hatte und genau damit überzeugt.

71,5 %

Ergebnis in der Stichwahl

16 Jahre

Amtszeit des Amtsinhabers Arno Jaeschke

6

Ortsteile der Stadt Altlandsberg

Eine Stadt mit sechs Ortsteilen und einem langjährigen Amtsinhaber

Altlandsberg liegt östlich von Berlin, auf der Barnim-Hochfläche, im Landkreis Märkisch-Oderland. Die historische Altstadt mit ihrer weitgehend erhaltenen Feldstein-Stadtmauer und den Resten des einstigen Barockschlosses prägt bis heute das Bild der Kernstadt. Zur Stadt gehören außerdem fünf weitere Ortsteile, Bruchmühle, Buchholz, Gielsdorf, Wegendorf und Wesendahl, die erst in den 1990er und frühen 2000er Jahren eingemeindet wurden und bis heute ein eigenes Ortsleben mit eigenen Ortsbeiräten pflegen.

Von 2007 bis 2023 führte Arno Jaeschke das Rathaus. Sechzehn Jahre mit demselben Amtsinhaber prägen eine Stadt spürbar, Verwaltungsabläufe, politische Netzwerke und auch die Erwartungen der Wählerschaft richten sich über eine solche Zeitspanne an einer einzigen Person aus. Michael Töpfer tritt 2023 gegen genau diesen etablierten Amtsinhaber an, mit der Wählergruppe Bürger für Stadt & Land im Rücken statt einer bundesweit etablierten Partei.

Für eine Kampagne gegen einen so lange amtierenden Bürgermeister reicht es nicht, punktuell auf Themen zu reagieren. Es braucht eine Strategie, die von Beginn an erklärt, warum ausgerechnet nach sechzehn Jahren ein Wechsel richtig ist, und die diese Erzählung konsequent über die gesamte Kampagne durchhält.

Hinzu kommt die räumliche Struktur der Stadt selbst. Sechs Ortsteile mit eigenen Ortsbeiräten bedeuten sechs unterschiedliche lokale Befindlichkeiten, sechs unterschiedliche Vorstellungen davon, was ein Bürgermeister aus Altlandsberg für die eigene Nachbarschaft konkret leisten soll. Eine Kampagne, die nur auf die historische Kernstadt blickt, übersieht damit den größten Teil der Stadt.

Eine fundierte politische Analyse als Fundament

Fundierte politische Analyse als Ausgangspunkt der Kampagnenstrategie.
Fundierte politische Analyse als Ausgangspunkt der Kampagnenstrategie.

Der Ausgangspunkt der Kampagne ist eine fundierte politische Analyse, die vielschichtige quantitative Daten mit einer umfangreichen Presseanalyse verbindet. Aus diesen Erkenntnissen leitet creategy die Kampagnen- und Kommunikationsstrategie ab, mit dem klaren Ziel, Michael Töpfer als neue politische Kraft im Wahlkampf zu positionieren.

Eine solche Analyse liefert mehr als eine Bestandsaufnahme der Stimmungslage. Sie zeigt auch, mit welchen Themen der Amtsinhaber in der Vergangenheit verbunden wurde, positiv wie negativ, und wo sich daraus Ansatzpunkte für eine Herausforderung ergeben. Die Presseanalyse ergänzt dieses Bild um die öffentliche Wahrnehmung der Kommunalpolitik über die Jahre hinweg, ein Blick, der über reine Umfragedaten hinausgeht.

Aus beidem zusammen entsteht die Grundlage für das Kampagnennarrativ: Michael Töpfer weniger als Gegenkandidat zu einer einzelnen Person zu positionieren als vielmehr als Vertreter einer neuen politischen Kraft in Altlandsberg, unabhängig von etablierten Parteistrukturen und näher an den Anliegen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort.

In der Fläche liegt die Kraft

Die Umfeldanalyse offenbart eine deutliche Disparität zwischen Kernstadt und Ortsteilen. Während die Kernstadt, geprägt von einer eher älteren Bevölkerung, zum Amtsinhaber tendiert, zeigen sich die Ortsteile deutlich offener für einen Wechsel im Rathaus. Für die Kampagne bedeutet das eine klare strategische Priorität: Wenn der Wechsel gelingen soll, muss er in der Fläche entschieden werden.

Wer eine Stadt aus sechs Ortsteilen gewinnen will, muss in jedem einzelnen präsent sein."

creategy setzt deshalb auf einen Dreiklang aus Vorstellungsveranstaltungen, Tür-zu-Tür-Besuchen und digitaler Präsenz, um in der Fläche eine breite Bekanntheit aufzubauen. Vorstellungsveranstaltungen schaffen dabei den ersten persönlichen Kontakt, Tür-zu-Tür-Besuche vertiefen ihn dort, wo ein einzelner Termin nicht ausreicht, und die digitale Präsenz sorgt dafür, dass Töpfer auch zwischen den persönlichen Terminen sichtbar bleibt.

Der Kandidat im Austausch
Der Kandidat im Austausch

Diese Kombination erzeugt über die Wochen der Kampagne hinweg genau die Wechselstimmung, auf die die gesamte Strategie ausgerichtet ist. Eine Stadt mit sechs eigenständigen Ortsteilen lässt sich nicht mit einer einzigen zentralen Veranstaltung gewinnen, sie verlangt Präsenz an vielen einzelnen Orten gleichzeitig.

Schlagzahl hochhalten

Kampagnendesign für die Bürgermeisterwahl in Altlandsberg.
Kampagnendesign für die Bürgermeisterwahl in Altlandsberg.

Der Wahlkampf von Michael Töpfer zeichnet sich durch eine auffällig hohe Intensität an Aktionen und Werbemitteln aus. Das entspricht zum einen dem persönlichen Anspruch des Kandidaten, der sichtbar und aktiv auftreten will. Zum anderen ist es strategisch bewusst gewählt: Die hohe Schlagzahl soll die vermeintliche Trägigkeit des langjährigen Amtsinhabers zusätzlich unterstreichen, ohne ihn direkt anzugreifen.

In kurzer Zeit entstehen dadurch eine Vielzahl digitaler und analoger Werbemittel, konzipiert und produziert in einem Tempo, das für eine Kommunalwahlkampagne ungewöhnlich hoch ist. Für die Wählerschaft entsteht so der Eindruck einer Kampagne, die ständig in Bewegung ist, ein bewusster Kontrast zu sechzehn Jahren derselben Amtsführung.

Diese hohe Schlagzahl betrifft dabei ebenso die Geschwindigkeit, mit der auf aktuelle Anlässe reagiert wird, wie die reine Menge der Materialien. Ein Thema, das in der Presseanalyse als relevant erkannt wird, lässt sich so innerhalb weniger Tage in ein neues Werbemittel übersetzen, statt erst in der nächsten größeren Planungsrunde aufzutauchen.

Diese Konsequenz verlangt eine enge Abstimmung zwischen Strategie und Produktion. Jedes neue Werbemittel muss zur zuvor entwickelten Positionierung passen, damit die hohe Frequenz als ein einziges, konsequent verfolgtes Bild wahrgenommen wird und nicht als beliebiges Nebeneinander verschiedener Botschaften.

Eine neue politische Kraft statt etablierter Strukturen

Michael Töpfer tritt für die Wählergruppe Bürger für Stadt & Land an, unabhängig von den etablierten Parteien. In einer Stadt, die sechzehn Jahre lang von einem Amtsinhaber mit Nähe zu einer etablierten Partei geführt wurde, ist das ein bewusst gewählter Kontrast. Die Kampagne stellt Töpfer deshalb konsequent als Alternative zu eingefahrenen politischen Strukturen dar, näher an den konkreten Anliegen der Ortsteile als an überregionaler Parteipolitik.

Diese Positionierung verlangt Genauigkeit. Wer sich als unabhängige Kraft präsentiert, muss diesen Anspruch auch in jedem einzelnen Auftritt einlösen, in der Wortwahl auf Veranstaltungen ebenso wie in der Gestaltung der Werbemittel. Eine unabhängige Wählergruppe lebt von der Glaubwürdigkeit, tatsächlich anders zu agieren als etablierte Strukturen, nicht nur anders zu heißen.

Für Wählerinnen und Wähler, die mit der langen Amtszeit des Vorgängers unzufrieden sind, ohne sich deshalb automatisch einer anderen Partei zuwenden zu wollen, ist genau diese Unabhängigkeit ein zentrales Argument. Sie erlaubt einen Wechsel, ohne dass er sich als reiner Parteiwechsel liest.

Gerade in einer Kommunalwahl, bei der es weniger um bundespolitische Fragen als um konkrete Entscheidungen vor Ort geht, wiegt eine solche Unabhängigkeit oft schwerer als ein bekanntes Parteiprogramm. Wählerinnen und Wähler, die sich fragen, wer sich tatsächlich um die eigene Straße, den eigenen Ortsteil kümmert, finden in einer lokalen Wählergruppe eine glaubwürdigere Antwort als in einer Kandidatur, die vor allem auf überregionale Themen setzt.

71,5 Prozent nach sechzehn Jahren

In der Stichwahl am 14. Mai 2023 setzt sich Michael Töpfer mit 71,5 Prozent der Stimmen gegen den amtierenden Bürgermeister Arno Jaeschke durch. Nach sechzehn Jahren mit demselben Amtsinhaber übernimmt mit Töpfer eine unabhängige Wählergruppe das Rathaus von Altlandsberg.

Zwei Erkenntnisse aus diesem Case lassen sich auf andere Kandidaturen gegen langjährige Amtsinhaber übertragen. Erstens: Eine fundierte politische Analyse, die quantitative Daten mit einer Presseanalyse verbindet, zeigt oft genauer als eine reine Umfrage, wo eine Kampagne tatsächlich ansetzen kann. Zweitens: In Gemeinden mit mehreren eigenständigen Ortsteilen entscheidet sich ein Wechsel seltener in der Kernstadt als dort, wo die Bereitschaft für einen Wechsel von vornherein am größten ist.

Für creategy zeigt der Case außerdem, wie viel eine hohe Kampagnenintensität bewirken kann, wenn sie strategisch begründet ist und nicht nur dem persönlichen Ehrgeiz des Kandidaten folgt. In Altlandsberg hat die Kombination aus präziser Analyse, konsequenter Präsenz in der Fläche und einer glaubwürdigen Positionierung als unabhängige Kraft am Ende zu einem der deutlichsten Wahlergebnisse gegen einen langjährigen Amtsinhaber geführt.

71,5 Prozent in einer Stichwahl sind ein Ergebnis, das über eine knappe Mehrheit deutlich hinausgeht. Es zeigt, dass eine Wechselstimmung, die zunächst nur in den Ortsteilen einer Stadt messbar ist, sich mit der richtigen Strategie auf die gesamte Stadt übertragen lässt, selbst gegen einen Amtsinhaber, der über sechzehn Jahre hinweg ein enges Netz an Vertrauen und Bekanntheit aufgebaut hatte.

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