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Vom Kämmerer zum Bürgermeister, mit 63 Prozent.

Nikolas Kopp

Ein Kämmerer tritt in einer Gemeinde aus drei eigenständigen Dörfern an, kurz vor Wahlschluss kommt noch ein Herausforderer hinzu. Am Ende steht ein klares Ergebnis bei außergewöhnlich hoher Wahlbeteiligung.

Vom Kämmerer zum Bürgermeister, mit 63 Prozent.

Drei Dörfer, eine Gemeinde, und jedes der drei Dörfer will auf seine eigene Art angesprochen werden. Nikolas Kopp kennt diese Eigenheiten aus erster Hand, er war bis kurz vor seiner Kandidatur selbst Kämmerer der Gemeinde Sasbach am Kaiserstuhl. Aus dem Verwalter der Zahlen wird der Kandidat, der um das höchste Amt der Gemeinde antritt.

Im ersten Wahlgang entscheidet Kopp die Wahl klar mit 63,04 Prozent der Stimmen gegen zwei weitere Herausforderer für sich. Fast 75 Prozent der Wahlberechtigten geben ihre Stimme ab, ein außergewöhnlich hoher Wert für eine Bürgermeisterwahl in einer Gemeinde dieser Größe.

63,04 %

Ergebnis im ersten Wahlgang

75 %

Wahlbeteiligung

Ein Kämmerer wird Kandidat

Sasbach am Kaiserstuhl liegt am Fuß des Kaiserstuhls, direkt an der deutsch-französischen Grenze am Rhein, zwischen Schwarzwald und Vogesen, rund zwanzig Kilometer von Freiburg entfernt. Die Gemeinde besteht aus den drei ehemals selbstständigen Orten Sasbach, Jechtingen und Leiselheim, die in den 1970er Jahren zusammengeschlossen wurden und ihren heutigen gemeinsamen Namen erst 1997 erhielten. Bis heute prägen die drei Orte ein eigenes Ortsleben, mit unterschiedlicher konfessioneller Prägung und eigenem Vereinsleben.

Jürgen Scheiding führte das Rathaus von 2001 bis 2024, dreiundzwanzig Jahre lang. Als 2024 die Nachfolge zur Wahl steht, tritt mit Nikolas Kopp ein Kandidat an, der die Verwaltung der Gemeinde bereits aus nächster Nähe kennt, als bis kurz zuvor amtierender Kämmerer. Diese Position verschafft ihm einen genauen Einblick in die finanzielle und organisatorische Lage der Gemeinde, einen Vorsprung, den ein Kandidat von außen in dieser Form kaum hätte.

Kurz vor Ende der Bewerbungsfrist tritt zusätzlich ein weiterer Kandidat an, der die Gemeinde durch seinen langjährigen Wohnsitz bereits gut kennt. Für Kopp bedeutet dieser späte Herausforderer, dass die Kampagne bis zuletzt keine sichere Ausgangslage unterstellen darf und jede Phase der Wahlkampfzeit konsequent nutzen muss.

Für eine Gemeinde, die erst 1997 ihren heutigen gemeinsamen Namen erhielt, ist zudem entscheidend, wie ein Kandidat mit der jeweils eigenen Geschichte der drei Ortsteile umgeht. Ein Kämmerer, der die Haushaltslage jedes einzelnen Ortsteils aus eigener Anschauung kennt, hat hier einen Vorteil, den sich ein Kandidat von außen erst mühsam erarbeiten müsste.

Kampagne aus einer Hand

Datenbasierte Analyse als Ausgangspunkt der Kampagne von Nikolas Kopp.
Datenbasierte Analyse als Ausgangspunkt der Kampagne von Nikolas Kopp.

Für Nikolas Kopp übernimmt creategy die gesamte Bandbreite der Kampagnenarbeit, von der ersten demografischen und demoskopischen Analyse über das Kampagnendesign bis zur Text- und Pressearbeit. Auf dieser Grundlage entstehen sämtliche Kommunikationsmittel im Print- und Digitalbereich, von Flyern und Plakaten bis zu Anzeigen und Broschüren, alle in einer durchgängigen gestalterischen Linie.

Auch die Website wird zur zentralen digitalen Anlaufstelle für Kopps Wahlprogramm und alle wichtigen Termine der Kampagne. Ergänzend begleitet creategy den Kandidaten während des gesamten Wahlkampfs als Sparringspartner, mit dem sich Botschaften schärfen und strategische Entscheidungen absichern lassen.

Für einen Kandidaten, der aus der Verwaltung selbst kommt, ist diese Bandbreite besonders wertvoll. Wer bislang mit Haushaltsplänen und Verwaltungsabläufen befasst war, hat selten Erfahrung mit Pressearbeit oder Kampagnendesign. Die durchgängige Betreuung aus einer Hand erlaubt es Kopp, sich auf den inhaltlichen Kern seiner Kandidatur zu konzentrieren, während Design, Texte und Website konsistent ineinandergreifen.

Keine Politik von der Stange

Ein zentrales Thema der Kampagne ist die Eigenständigkeit der drei Ortsteile. Statt einer einzigen, für die gesamte Gemeinde gleichen Ansprache entwickelt creategy eigene Print- und Werbematerialien für Sasbach, Jechtingen und Leiselheim, jeweils mit eigenen Themen und einer auf den jeweiligen Ort zugeschnittenen Ansprache.

Maßgeschneidert für jeden Ortsteil statt Politik von der Stange."

Kopp macht diesen Anspruch zu einem zentralen Versprechen seiner Kandidatur und untermauert ihn mit eigenen Vorstellungsveranstaltungen und Ortsrundgängen in allen drei Orten. Die Beteiligung der Bürgerschaft an diesen Terminen ist groß, ein Hinweis darauf, dass die Wertschätzung der einzelnen Ortsidentität bei den Wählerinnen und Wählern tatsächlich ankommt.

Das Kampagnendesign in Anwendung
Das Kampagnendesign in Anwendung

Für eine Gemeinde, die erst 1997 ihren gemeinsamen Namen erhielt und in der die drei ursprünglichen Orte bis heute ein eigenes Selbstverständnis pflegen, ist diese Differenzierung mehr als eine höfliche Geste. Sie signalisiert, dass ein künftiger Bürgermeister die Unterschiede zwischen den Ortsteilen ernst nimmt, statt sie in einer einzigen Gesamterzählung zu verwischen.

Selbst die konfessionelle Prägung der drei Orte unterscheidet sich bis heute, Sasbach und Jechtingen überwiegend katholisch, Leiselheim evangelisch, ein Erbe früherer Jahrhunderte, das im Alltag der Gemeinde weiterhin spürbar ist. Eine Kampagne, die diese Unterschiede ignoriert, riskiert, in mindestens einem der drei Orte als unpassend wahrgenommen zu werden.

Ein später Herausforderer

Der kurz vor Ende der Bewerbungsfrist auftretende Mitbewerber, der die Gemeinde durch seinen langjährigen Wohnsitz bereits gut kennt, verändert die Ausgangslage der Kampagne spürbar. Ein bereits vor Ort verwurzelter Herausforderer lässt sich nicht mit denselben Argumenten angehen wie ein völlig unbekannter Mitbewerber.

Der Kandidat ist vielfältig engagiert
Der Kandidat ist vielfältig engagiert

Für Kopp bedeutet das, seine eigene Verbindung zur Gemeinde durch konkrete Präsenz zu belegen statt sie nur zu behaupten. Anstatt auf den späten Herausforderer direkt zu reagieren, hält die Kampagne an der eigenen Linie fest: durchgängige Sichtbarkeit in allen drei Ortsteilen, kombiniert mit der fachlichen Substanz, die Kopp aus seiner Zeit als Kämmerer mitbringt.

Diese Konsequenz zahlt sich in der Schlussphase aus. Statt in Aktionismus zu verfallen, nutzt die Kampagne die verbleibende Zeit gezielt, um noch einmal Wählergruppen zu erreichen, die bislang weniger im Fokus standen.

Ein später Herausforderer verändert dabei auch die Wahrnehmung der Wählerschaft selbst. Wo bis dahin eine überschaubare Anzahl an Kandidaturen die Entscheidung erleichtert hat, entsteht kurz vor der Wahl noch einmal echte Unsicherheit darüber, wer sich am Ende durchsetzt. Für Kopp bedeutet das, in dieser Phase besonders klar zu kommunizieren, wofür er steht, damit unentschlossene Wählerinnen und Wähler keine Zweifel an seiner Position haben.

Ein Wahlbrief für die Seniorinnen und Senioren

Als Reaktion auf den späten Herausforderer entscheidet sich Nikolas Kopp, eine Zielgruppe noch einmal gezielt anzusprechen: die Seniorinnen und Senioren der Gemeinde. Ein eigens konzipierter Wahlbrief erreicht diese Wählerinnen und Wähler direkt und persönlich, mit deutlichem Erfolg, rund 66 Prozent dieser Zielgruppe entscheiden sich am Ende für Kopp.

Für eine Gemeinde mit einem hohen Anteil älterer Wählerinnen und Wähler ist ein solches Ergebnis kein Zufall. Ein klassischer Brief, direkt und ohne den Umweg über digitale Kanäle, entspricht der Erwartungshaltung dieser Zielgruppe eher als ein Social-Media-Post. Für einen Kandidaten, der noch keine jahrzehntelange Bekanntheit im Amt mitbringt, ist dieses Vertrauen der älteren Generation ein bedeutender Baustein des Gesamtergebnisses.

Die hohe Wahlbeteiligung von fast 75 Prozent lässt sich als weiterer Beleg dafür lesen, dass die Kampagne über alle drei Ortsteile und alle Altersgruppen hinweg tatsächlich mobilisiert hat, statt nur eine ohnehin überzeugte Kernwählerschaft zu erreichen.

Ein solcher Wert ist für eine Bürgermeisterwahl in einer Gemeinde dieser Größe bemerkenswert hoch. Er deutet darauf hin, dass die Wahl selbst als relevant wahrgenommen wurde, nicht als Formsache mit vorhersehbarem Ausgang, was angesichts des kurzfristig hinzugekommenen dritten Kandidaten auch naheliegend erscheint.

63,04 Prozent bei fast 75 Prozent Wahlbeteiligung

Am 3. März 2024 gewinnt Nikolas Kopp die Bürgermeisterwahl in Sasbach am Kaiserstuhl bereits im ersten Wahlgang mit 63,04 Prozent der Stimmen, gegen zwei weitere Mitbewerber, darunter einen erst kurz vor Ende der Bewerbungsfrist angetretenen, langjährig ortsansässigen Herausforderer. Aus dem Kämmerer der Gemeinde wird binnen weniger Wochen ihr neuer Bürgermeister.

Zwei Erkenntnisse aus diesem Case lassen sich auf andere Kandidaturen in Gemeinden mit mehreren eigenständigen Ortsteilen übertragen. Erstens: Wo mehrere Orte erst spät zu einer Gemeinde zusammengewachsen sind, überzeugt eine Kampagne eher, wenn sie die einzelnen Ortsidentitäten sichtbar würdigt, statt sie in einer einzigen Botschaft zu verwischen. Zweitens: Auch spät auftretende Herausforderer lassen sich durch eine gezielte, zusätzliche Ansprache bislang weniger erreichter Zielgruppen ausgleichen, ohne dass die Kampagne ihre eigentliche Linie verlassen müsste.

Für creategy zeigt der Case außerdem, wie viel Vertrauen ein Kandidat aus der eigenen Verwaltung mitbringen kann, wenn dieses Wissen glaubwürdig in eine Kampagne übersetzt wird. In Sasbach am Kaiserstuhl hat die Kombination aus fachlicher Nähe zur Verwaltung, konsequenter Präsenz in allen drei Ortsteilen und einer gezielten Ansprache der älteren Wählerschaft am Ende zu einem klaren Ergebnis bei außergewöhnlich hoher Wahlbeteiligung geführt.

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