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In einer Woche zurück ins Rathaus, das er schon kannte.

Stefan Benker

Ein sehr erfolgreicher Amtsinhaber verlässt die Gemeinde, eine Wahlanfechtung verzögert den Termin, dann bleibt nur eine Woche für die ganze Kampagne. Am Ende steht ein klares Ergebnis im ersten Wahlgang.

In einer Woche zurück ins Rathaus, das er schon kannte.

Ein Fotoshooting, der Aufbau einer Website, die Entwicklung sämtlicher Printmaterialien, all das entsteht innerhalb einer einzigen Woche. Bis kurz zuvor war nicht einmal klar, wann genau in Schwieberdingen überhaupt gewählt werden würde. Für Stefan Benker, der schon einmal im Rathaus der Gemeinde gearbeitet hatte, bevor es ihn beruflich weiter nach Süden zog, zählt in dieser Situation jeder Tag.

Stefan Benker
Von Anfang bis Ende eine absolute gelungene, offene, professionelle und zugleich partnerschaftliche Zusammenarbeit! Der Name creategy ist Programm und hat es mir ermöglicht, mich inhaltlich voll auf den Wahlkampf zu konzentrieren!

Stefan Benker

Bürgermeister von Schwieberdingen

Am Ende steht ein klares Ergebnis: 52,97 Prozent im ersten Wahlgang. Aus dem Rückkehrer, der sich unter dem Motto „Ein Benker, dem Schwieberdingen vertrauen kann" vorstellt, wird der neue Bürgermeister der Gemeinde.

52,97 %

Ergebnis im ersten Wahlgang

1 Woche

Zeit für Fotoshooting, Website und Printmaterialien

Ein Rathaus wird unerwartet frei

Schwieberdingen liegt im Landkreis Ludwigsburg, nur wenige Kilometer von Stuttgart entfernt, mitten in einer der wirtschaftlich stärksten Regionen Baden-Württembergs. Mit der Entwicklungszentrale der Robert Bosch GmbH sitzt hier einer der größten Arbeitgeber der gesamten Region, ein industrielles Gewicht, das die Gemeinde weit über ihre Einwohnerzahl hinaus bedeutsam macht.

Nico Lauxmann führte das Rathaus von 2014 bis 2023 und wurde 2021 mit außergewöhnlichen 92,3 Prozent der Stimmen in seiner zweiten Amtszeit bestätigt. Ein derart überzeugendes Ergebnis hinterlässt große Fußstapfen. 2023 wechselt Lauxmann als Oberbürgermeister in eine andere Kommune, wodurch das Amt in Schwieberdingen unerwartet frei wird. Eine Wahlanfechtung sorgt zunächst zusätzlich für Unklarheit darüber, wann genau die Nachwahl stattfinden würde, bevor sich die Lage schließlich klärt.

Das Ziel fest im Blick
Das Ziel fest im Blick

In dieser Ausgangslage tritt Stefan Benker an, parteilos und der Gemeinde bereits aus früheren Jahren vertraut, als er selbst im Rathaus von Schwieberdingen tätig war, bevor es ihn beruflich weiter nach Süden zog. Sein Gegenkandidat ist ein umtriebiger junger Herausforderer mit dem Rückhalt der CDU im Rücken, ein Umstand, der Benker als parteilosem Kandidaten von Beginn an bewusst ist.

Für eine Gemeinde, die einen sehr erfolgreichen Amtsinhaber an eine größere Nachbarstadt verliert, ist die Frage nach dem Nachfolger heikel. Wählerinnen und Wähler, die mit Lauxmanns Amtsführung überaus zufrieden waren, suchen unbewusst nach jemandem, der diese Zufriedenheit fortsetzt, ohne selbst zur bloßen Kopie zu werden. Benkers frühere Tätigkeit im selben Rathaus verschafft ihm dabei einen Vorsprung, den ein völlig ortsfremder Kandidat in dieser kurzen Zeit kaum hätte aufholen können.

Express-Setup in einer Woche

Sobald der Wahltermin feststeht, bleibt kaum Zeit für einen üblichen Kampagnenaufbau. Innerhalb kürzester Zeit entwickelt creategy aus der ersten Analyse eine tragfähige Strategie samt Kampagnennarrativ. Fotoshooting, der Aufbau der Website und die Entwicklung sämtlicher Printmaterialien, all das entsteht innerhalb einer einzigen Woche. Schnell wie die Feuerwehr eben!

Eine derart kurze Vorlaufzeit lässt keinen Raum für mehrere Entwurfsrunden oder ausführliche Testphasen. Jede Entscheidung, von der Positionierung bis zum ersten Foto, muss in der ersten Fassung tragfähig sein. Für ein Team, das Erfahrung aus vielen früheren Kampagnen mitbringt, wird aus dieser Enge weniger ein Hindernis als eine Frage der richtigen Priorisierung.

Die anfängliche Unklarheit durch die Wahlanfechtung erschwert die Planung zusätzlich, weil sich ein fester Fahrplan erst spät festlegen lässt. Sobald der Termin jedoch feststeht, verwandelt sich diese Unsicherheit in reine Geschwindigkeit, mit dem klaren Ziel, in der verbleibenden Zeit keine Woche ungenutzt verstreichen zu lassen.

Unter normalen Umständen würde eine Kampagne dieses Umfangs über mehrere Wochen entstehen, mit Zeit für Testdrucke, mehrere Abstimmungsrunden mit dem Kandidaten und einer schrittweisen Einführung der einzelnen Kanäle. In Schwieberdingen müssen Fotoshooting, Website und Printmaterialien praktisch gleichzeitig entstehen. Das gelingt nur, weil die zuvor entwickelte Positionierung von Anfang an klar genug ist, um jede einzelne Entscheidung ohne lange Rückfragen zu tragen.

Für den visuellen Auftritt der Kampagne greift creategy die Georgskirche auf, das Wahrzeichen der Gemeinde, und bindet die Silhouette ihres markanten Turms in das Kampagnenlogo ein. Damit erhält die Kampagne von Beginn an einen erkennbar regionalen Charakter, der Benkers Verbundenheit mit Schwieberdingen auch visuell unterstreicht.

Echt. Ehrlich. Erfahren."

Unter dem Claim „Echt. Ehrlich. Erfahren." tritt Benker in einer Gemeinde an, in der er selbst früher gelebt und gearbeitet hat. Es ist eine Rückkehr, und anders als der scheidende Amtsinhaber, der die Gemeinde für ein größeres Amt verließ, legt sich Benker von Anfang an fest: „Ich bin gekommen, um zu bleiben." Dieser Satz beantwortet direkt die Frage, die nach dem Wechsel eines so erfolgreichen Vorgängers in vielen Köpfen mitschwingt, ob ein neuer Bürgermeister die Gemeinde nur als Zwischenstation betrachtet.

Alle drei Begriffe des Claims tragen dabei eine eigene Funktion. Echt verweist auf die tatsächliche, überprüfbare Verbindung zu Schwieberdingen, keine erfundene Nähe. Ehrlich positioniert Benker gegenüber einem Vorgänger, der die Gemeinde für ein höheres Amt verließ, als jemanden, der offen sagt, was er vorhat. Erfahren schließlich verweist auf seine frühere Tätigkeit im selben Rathaus, ein Vorteil, den kein Mitbewerber von außen in der kurzen Zeit hätte aufholen können.

Das große Wahlkampf-Besteck

Gegen einen umtriebigen jungen Herausforderer, der sich auf die Unterstützung seiner Partei verlassen kann, muss ein parteiloser Kandidat andere Register ziehen. Für creategy ist deshalb schnell klar, dass in dieser Konstellation alles in die Waagschale geworfen werden muss, insbesondere im Bereich des Social-Media-Managements, um die fehlende Parteiorganisation im Rücken auszugleichen.

Ohne einen etablierten Partei-Apparat, der Plakate hängt, Infostände besetzt und Unterstützerinnen und Unterstützer mobilisiert, muss die Kampagne selbst mehr Reichweite erzeugen, als es für einen Kandidaten mit Parteirückhalt nötig wäre. Diese zusätzliche Anstrengung betrifft ebenso die Konsequenz, mit der digitale Kanäle bespielt werden, wie die reine Menge der Werbemittel, um die geringere organisatorische Basis auszugleichen.

Zielgruppenspezifischer Endspurt

In der Schlussphase der Kampagne setzt creategy auf eine gezielte, zielgruppenspezifische Ansprache, um noch einmal an Fahrt zu gewinnen. Die Seniorinnen und Senioren der Gemeinde erhalten einen eigenen Wahlbrief zur Briefwahl, ein Format, das dieser Zielgruppe direkt und persönlich begegnet, statt sie über digitale Kanäle zu erreichen, die viele ältere Wählerinnen und Wähler seltener nutzen.

Der Kandidat im Gespräch
Der Kandidat im Gespräch

Parallel dazu veröffentlicht creategy einen Wahlwerbespot auf der Homepage und über Social Media, kurzfristig konzipiert und umgesetzt, um im Endspurt noch einmal digitale Reichweite zu erzeugen. Für jüngere und digital affine Wählerinnen und Wähler ist ein solcher Spot oft überzeugender als ein einzelnes Plakat, weil er Benker in Bewegung und im direkten Ansprechen zeigt, statt nur in einem einzelnen Foto.

Diese doppelte Strategie, persönlicher Brief für die eine Zielgruppe, bewegtes Bild für die andere, sorgt dafür, dass die Kampagne in der entscheidenden letzten Phase möglichst viele unterschiedliche Wählergruppen gleichzeitig erreicht, ohne dass eine davon zu kurz kommt.

Gerade der kurzfristig produzierte Wahlwerbespot zeigt, wie viel sich innerhalb weniger Tage noch bewegen lässt, wenn Konzeption und Umsetzung eng zusammenarbeiten. Ein solcher Spot braucht kein aufwendiges Studio-Setup, um zu wirken, entscheidend ist, dass er den Kandidaten so zeigt, wie er tatsächlich auftritt, direkt und ohne unnötige Inszenierung.

52,97 Prozent im ersten Wahlgang

Am 12. November 2023 gewinnt Stefan Benker die Bürgermeisterwahl in Schwieberdingen bereits im ersten Wahlgang mit 52,97 Prozent der Stimmen, gegen den umtriebigen jungen Herausforderer mit Parteirückhalt. Aus dem Rückkehrer, der einst selbst im Rathaus gearbeitet hatte, wird binnen kürzester Zeit der neue Bürgermeister der Gemeinde.

Zwei Erkenntnisse aus diesem Case lassen sich auf andere kurzfristig anlaufende Kandidaturen parteiloser Kandidaten übertragen. Erstens: Wer ohne Parteiapparat gegen einen parteigestützten Herausforderer antritt, muss die fehlende Organisation durch zusätzliche Anstrengung an anderer Stelle ausgleichen, besonders in digitalen Kanälen. Zweitens: Eine klare Festlegung, wie Benkers „Ich bin gekommen, um zu bleiben", kann gerade nach dem Weggang eines erfolgreichen Amtsinhabers ein entscheidendes Vertrauensargument sein.

Für creategy zeigt der Case außerdem, wie viel sich in einer einzigen Woche erreichen lässt, wenn Strategie, Design und Produktion von Anfang an ineinandergreifen. In Schwieberdingen hat die Kombination aus einem regional verankerten Kampagnendesign, verstärktem Social-Media-Einsatz und einer zielgruppenspezifischen Schlussphase am Ende zu einem klaren Sieg bereits im ersten Wahlgang geführt.

Dass dieser Sieg gegen einen parteigestützten Herausforderer und trotz eines sehr kurzen Vorlaufs gelang, unterstreicht zudem, wie wichtig eine bereits vorhandene Verbindung zur Gemeinde sein kann. Benkers frühere Jahre im Schwieberdinger Rathaus lassen sich durch keine noch so durchdachte Kampagne ersetzen, sie liefern jedoch genau das Fundament, auf dem sich in wenigen Tagen eine überzeugende Erzählung aufbauen lässt.

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