Zum Inhalt springen
Blog 11 Min. Lesezeit09. September 2026

Kommunikationskonzept erstellen: Schritt für Schritt

Kommunikationskonzept erstellen mit klarer Anleitung: Zielgruppen, Botschaften, Kanäle, Zeitplan, Budget und KPIs für Kampagnen und Organisationen.

Simon Mai

Von

Simon Mai

Kommunikationskonzept erstellen: Schritt für Schritt
Inhalt anzeigen

Im Wahlkampf steht die Kandidatin morgens vor dem Rathaus, während die Geschäftsstelle bereits drei verschiedene Botschaften für Presse, Social Media und Mitglieder versendet hat. Der Verband veröffentlicht parallel eine Stellungnahme, die niemand im Vorstand abgestimmt hat. Am Nachmittag bestimmt ein einzelner Nachrichtenbeitrag die gesamte Kommunikation. Alle reagieren, niemand führt.

Genau hier beginnt die Arbeit am Kommunikationskonzept. Es schafft eine verbindliche Linie für Vorstand, Geschäftsstelle, Kandidatinnen und Kandidaten, Presseteam sowie Agentur. Die Branche der Public-Relations- und Kommunikationsaktivitäten umfasste in Deutschland 2026 rund 3.357 Unternehmen und einen Marktwert von 1,7 Milliarden Euro. Zugleich wuchs die Zahl der Unternehmen zwischen 2021 und 2026 mit 3,6 Prozent CAGR, während der Marktwert im selben Zeitraum mit 2,8 Prozent CAGR zurückging, wie IBISWorld zur deutschen PR- und Kommunikationsbranche ausweist. Professionelle Kommunikation muss deshalb mit mehr Wettbewerb und knapperen Mitteln umgehen.

Warum ein Kommunikationskonzept den Unterschied macht

Ohne Konzept verpuffen Ressourcen an mehreren Stellen gleichzeitig. Die Geschäftsstelle produziert Inhalte, die politische Führung setzt andere Akzente, die Agentur arbeitet mit einer dritten Interpretation. Botschaften zerfasern, Zuständigkeiten bleiben unklar und der News-Tag diktiert den Takt. Im Wahlkampf kostet das Sichtbarkeit und Vertrauen. Im Verband verunsichert es Mitglieder, weil sie nicht wissen, wofür die Organisation gerade steht.

Ein gutes Konzept ist kein dekoratives Strategiepapier. Es ist die Führungsstruktur für Kommunikation. Es legt fest, welche Themen Priorität haben, wer sprechen darf, welche Zielgruppen angesprochen werden, auf welchen Kanälen Inhalte erscheinen und wann eine Reaktion sinnvoll ist. Vorstand, Fraktion, Kandidatin und Redaktion arbeiten dadurch mit demselben Bezugsrahmen.

Eine Infografik, die die Vorteile eines Kommunikationskonzepts im Vergleich zu einer konzeptlosen Kommunikation verdeutlicht.

Die formale Logik folgt drei Phasen:

  1. Analyse: Sie erfassen Ausgangslage, Umfeld, Zielgruppen, bestehende Kanäle, Wettbewerber und Ressourcen.
  2. Strategie: Sie priorisieren Ziele, formulieren Kernbotschaften und bestimmen die Positionierung.
  3. Operate: Sie übersetzen die Entscheidungen in Kanäle, Maßnahmen, Zeitplan, Budget, Zuständigkeiten und Evaluation.

Diese Reihenfolge ist verbindlich. Wer sofort mit Posts, Anzeigen oder Pressemitteilungen beginnt, überspringt den diagnostischen Teil und bezahlt später für Korrekturen.

Praktische Regel: Ein Kommunikationskonzept muss am Ende Entscheidungen erzwingen. Wenn weiterhin alles wichtig ist, ist die Analyse nicht abgeschlossen.

Für politische Mandate und Verbände zählt außerdem die Qualität des Prozesses. Der Deutsche Akzeptanzatlas wertete 130 Ausgaben überwiegend lokaler und regionaler Tageszeitungen aus den Jahren 2016 bis 2018 aus und analysierte zusätzlich 484 Anbieter aus Bürgerbeteiligung und Projektkommunikation. Nur in einer von drei Aussagen wurde berichtet, dass Erwartungen an Bürgerbeteiligung erfüllt wurden, ein weiteres Drittel berichtete von enttäuschten Erwartungen, wie die Darstellung des Deutschen Akzeptanzatlas auf Presseportal zeigt. Kommunikation muss deshalb frühzeitig, transparent und ergebnisoffen angelegt sein.

Wer politische Kommunikation strategisch einordnen möchte, findet eine passende Ergänzung in der politischen Beratung von creategy.

Die Ausgangslage sauber analysieren

Die Analysephase ist der diagnostische Kern. Sie beantwortet nicht, was das Team gern kommunizieren möchte, sondern welche Realität vorliegt. Erst wenn Umfeld, Zielgruppen, eigene Kommunikation und Ressourcen erhoben sind, lässt sich verantwortbar entscheiden.

Umfeld und Resonanz

Beginnen Sie mit der politischen und medialen Lage. Welche Themen besetzen Wettbewerber, Gegner oder konkurrierende Verbände? Welche Konflikte dominieren lokale Debatten? Welche Aussagen erzeugen Zustimmung, Widerspruch oder Gleichgültigkeit?

Nutzen Sie dafür eine strukturierte Wettbewerbsbeobachtung, Medienresonanz und vorhandene Rückmeldungen aus Veranstaltungen, Gesprächen und digitalen Kanälen. Achten Sie nicht nur auf die Menge der Berichterstattung. Ein einzelner kritischer Artikel in einem relevanten Lokalmedium kann für ein kommunales Mandat wichtiger sein als zahlreiche belanglose Erwähnungen.

Zielgruppen und Erreichbarkeit

Eine Zielgruppe ist keine Altersgruppe im Datenblatt. Sie besteht aus Menschen mit konkreten Interessen, Einwänden, Routinen und Entscheidungssituationen. Im Wahlkampf unterscheiden Sie etwa Stammwählerinnen, Wechselwähler und politisch wenig gebundene Personen. Im Verband können Mitglieder, potenzielle Mitglieder, politische Entscheider, Medien und Kooperationspartner unterschiedliche Erwartungen haben.

Erheben Sie diese Unterschiede über Mitgliedsbefragungen, Gespräche, Veranstaltungsbeobachtung und vorhandene Resonanzdaten. Dokumentieren Sie zusätzlich, wo eine Gruppe erreichbar ist, wem sie vertraut und welche Sprache sie versteht. Eine ausführliche Orientierung bietet das Stakeholder-Management in der Kommunikation.

Eigene Auftritte und Ressourcen

Führen Sie ein Media-Audit durch. Prüfen Sie Website, Pressearbeit, Newsletter, Social Media, Reden, Broschüren und interne Informationen auf Tonalität, Wiedererkennbarkeit, Verständlichkeit und Widersprüche. Notieren Sie, was funktioniert, was regelmäßig liegen bleibt und welche Themen bislang niemand glaubwürdig besetzt.

Danach folgt die Ressourcenanalyse. Erfassen Sie Personal, Budget, Zeitfenster, Freigabeprozesse und rechtliche Rahmenbedingungen. Ein Maßnahmenplan ist nur belastbar, wenn er finanziell und personell umgesetzt werden kann. Die Fachliteratur zum Aufbau eines Kommunikationskonzepts ordnet die Arbeit ebenfalls in Analyse, Strategie und operative Umsetzung ein und nennt unvollständige Umfeld- und Zielgruppenanalysen, fehlende Ressourcenprüfung sowie unklare Erfolgskriterien als typische Planungsfehler.

AnalysefeldZentrale FrageMethodeErgebnis im Konzept
Politisches und mediales UmfeldWelche Themen und Akteure prägen die Debatte?Medienresonanz, WettbewerbsbeobachtungThemenprioritäten und Risikofelder
ZielgruppenWer soll handeln, überzeugt werden oder informiert bleiben?Befragung, Gespräche, SegmentierungZielgruppenprofile und Erreichbarkeitswege
Eigene KommunikationWie wirkt der bisherige Auftritt?Media-Audit, TonalitätsprüfungStärken, Schwächen und Korrekturen
RessourcenWas ist realistisch umsetzbar?Budget-, Personal- und ZeitprüfungMachbarer Maßnahmenrahmen

Schließen Sie die Analyse ab, bevor Sie Ziele formulieren. Ein Konzept, das bereits während der Diagnose in Maßnahmen springt, wird später unpräzise.

Ziele, Botschaften und Positionierung schärfen

Aus einer Analyse entsteht noch keine Strategie. Sie müssen die Erkenntnisse in wenige Entscheidungen übersetzen. Der häufigste Fehler liegt bei den Zielen: „Social Media bespielen“ oder „Pressearbeit ausbauen“ beschreibt eine Aufgabe, keine Wirkung.

Wirkungsziele statt Aktivitätslisten

Unterscheiden Sie zwischen Wirkungszielen und operativen Zielen. Bekanntheit, Vertrauen, Mobilisierung oder Akzeptanz sind Wirkungsrichtungen. Eine veröffentlichte Pressemitteilung, ein Video oder ein Infostand sind Maßnahmen.

Formulieren Sie jedes Ziel mit drei Pflichtbestandteilen:

  1. Bezugsgröße: Was beobachten Sie, etwa Bekanntheit, Tonalität, Beteiligung oder Mitgliederreaktionen?
  2. Zielwert: Welche konkrete Veränderung soll eintreten?
  3. Zeitpunkt: Wann prüfen Sie, ob die Veränderung eingetreten ist?

Die SMART-Logik hilft, Ziele spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und terminiert zu formulieren. Politisch brauchbar wird sie erst, wenn das Team weiß, welche Entscheidung sich bei einer Abweichung ändert. Ein Ziel ohne Konsequenz für die Planung bleibt eine Zahl im Bericht.

Grafik zeigt ein vierstufiges Modell zur Schärfung von Zielen, Botschaften und Positionierung für die strategische Kommunikation.

Kernbotschaften mit Alltagstest

Entwickeln Sie höchstens drei Hauptbotschaften. Jede Kernbotschaft folgt dem Muster Anlass, Argument, Nutzen. Der Anlass beschreibt, welches Problem oder welche Entscheidung relevant ist. Das Argument erklärt die eigene Lösung. Der Nutzen zeigt, was sich für die Zielgruppe verändert.

Eine Botschaft muss gesprochen werden können. Wenn die Kandidatin sie nicht im Gespräch mit Nachbarn verwendet oder der Verbandsvorsitzende sie nicht ohne Manuskript erklären kann, gehört sie zurück in die Redaktion. Fachbegriffe, abstrakte Substantive und interne Abkürzungen schwächen politische Kommunikation.

Eine gute Botschaft passt auf einen Notizzettel und hält trotzdem einer kritischen Nachfrage stand.

Positionierung bedeutet Abgrenzung. Sie bestimmen, wofür Ihre Organisation steht, welchen Konflikt sie anders bewertet und welche relevante Nische sie besetzt. Daraus folgen Tonalität und Wortwahl. Eine Verwaltung braucht präzise, vollständige, verständliche und höfliche Sprache, wie die Handreichung des Bundesverwaltungsamts zur bürgernahen Verwaltungssprache unter Bezug auf § 16 Absatz 2 GGO festhält.

Legen Sie abschließend ein Tonalitätsprofil fest. Beschreiben Sie, ob Sie sachlich, zugewandt, entschlossen oder konfrontativ sprechen. Testen Sie die Botschaften anschließend in einer kleinen Realitätsprüfung mit Personen aus der Zielgruppe. Fragen Sie, was hängen bleibt, was unklar wirkt und welcher Satz unglaubwürdig klingt.

Kanäle, Zeitplan und Budget in Einklang bringen

Die operative Architektur entscheidet, ob die Strategie im Alltag trägt. Verteilen Sie Inhalte nicht nach dem Prinzip „Wir haben diesen Kanal bereits“. Jeder Kanal braucht eine Aufgabe, eine Zielgruppe, ein Format und eine verantwortliche Person.

Die Mediennutzung in Deutschland ist fragmentierter geworden. Die tägliche Medienzeit liegt bei rund 387 Minuten, 89 Prozent der Bevölkerung nutzen täglich Bewegtbild, 74 Prozent sehen mindestens wöchentlich lineares Fernsehen und 45 Prozent nutzen Streamingdienste, wie die ARD-ZDF-Medienstudie berichtet. Ein Primärkanal reicht deshalb selten. Sie brauchen eine Architektur aus eigenen Kanälen, verdienter Berichterstattung, bezahlter Reichweite und analogen Begegnungen.

Drei Phasen für die Orchestrierung

In der Aufmerksamkeitsphase schaffen Sie Sichtbarkeit. Pressearbeit, kurze Videos, Plakate, Veranstaltungen und gezielte digitale Ausspielung führen das Thema ein. In der Vertiefungsphase liefern Website, Newsletter, längere Beiträge, Gespräche und Fachformate Belege. In der Mobilisierungsphase müssen Menschen eine konkrete Handlung kennen, etwa eine Veranstaltung besuchen, eine Position unterstützen, Mitglied werden oder zur Wahl gehen.

Planen Sie die Phasen entlang des Mandatskalenders. Tragen Sie für jede Woche Thema, Zielgruppe, Hauptbotschaft, Kanal, Verantwortlichkeit und Freigabe ein. Lassen Sie außerdem Raum für aktuelle Nachrichten. Ein vollständig verplanter Kalender ist kein Zeichen von Professionalität, sondern ein Risiko.

KanalPhaseBudgetanteil in %Primäre Wirkung
PressearbeitAufmerksamkeit und Vertiefungnach Priorität festlegenGlaubwürdigkeit und öffentliche Einordnung
Eigene WebsiteVertiefungnach Ressourcen festlegenKontext und Belege
Social MediaAufmerksamkeit und Mobilisierungnach Zielgruppe festlegenSichtbarkeit, Resonanz und Aktivierung
Bezahlte AusspielungAufmerksamkeitnach Reichweitenziel festlegenKontrollierte Reichweite
Veranstaltungen und GesprächeVertiefung und Mobilisierungnach Aufwand festlegenVertrauen und direkte Rückmeldung

Die Tabelle enthält bewusst keine pauschalen Prozentwerte. Budgetanteile müssen aus Zielgruppe, Reichweite, Conversion, Glaubwürdigkeit und verfügbaren Ressourcen abgeleitet werden. Reservieren Sie Mittel für schnelle Reaktionen, statt jeden Euro frühzeitig zu binden.

Im Team braucht es außerdem klare Kommunikationsregeln. Für Abstimmungen zwischen Vorstand, Geschäftsstelle und Agentur kann die Orientierung an asynchroner Kommunikation von DESKSPACE hilfreich sein. Entscheidungen, Fristen und Freigaben gehören schriftlich an einen zentralen Ort. Dringende politische Reaktionen brauchen dagegen einen definierten Echtzeitweg.

Für politische Social-Media-Arbeit finden Sie ergänzende Hinweise zur Social-Media-Kommunikation in der Politik. Entscheidend bleibt: Der Kanal folgt der Aufgabe, nicht dem persönlichen Geschmack der Redaktion.

Umsetzung steuern und Wirkung messen

Ein Konzept, das niemand steuert, wird zur Dekoration. Legen Sie deshalb vor dem ersten Inhalt fest, wer Themen priorisiert, wer Texte freigibt, wer veröffentlicht und wer bei Konflikten entscheidet. Redaktion, Channel-Owner und strategische Leitung brauchen feste Termine und klar definierte Eskalationspunkte.

Messen Sie auf drei Ebenen:

  • Reichweite: Medienerwähnungen, Impressionen und Share of Voice zeigen, ob Inhalte überhaupt sichtbar werden.
  • Resonanz: Engagement, Reaktionen und Tonalität zeigen, wie Menschen auf die Kommunikation antworten.
  • Verhaltensänderung: Mitgliederzuwachs, Spenden, Veranstaltungsbeteiligung oder Mobilisierungsgrad zeigen, ob Kommunikation Handlungen auslöst.

Die Übersicht zur Kommunikationsstrategie bei acquisa nennt Medienerwähnungen, Reichweite, Tonalität, Share of Voice und Engagement als gängige Messgrößen. Bewerten Sie dabei immer auch die Qualität der Medienberichterstattung. Reichweite ohne passende Zielgruppe oder ohne glaubwürdige Einordnung führt in die Irre.

Steuerungsprinzip: Jede KPI braucht eine festgelegte Reaktion. Sinkt die Resonanz, prüfen Sie Botschaft und Format. Verändert sich die Tonalität, klären Sie Ursache und Gegenmaßnahme.

Richten Sie ein Frühwarnsystem ein. Beobachten Sie auffällige Themen, wiederkehrende Kritik, unbeantwortete Fragen und Abweichungen vom Zeitplan. Legen Sie anschließend einen Nachsteuerungsrhythmus fest. Manche Entscheidungen fallen kurzfristig, andere gehören in eine regelmäßige Auswertung.

Für administrative Abläufe und die strukturierte Bearbeitung wiederkehrender Aufgaben kann die Einordnung von Arbeitsschutz-Software von TAMS Arbeitsbedarf24 als Beispiel für digitale Prozessunterstützung dienen. Die Software ersetzt keine Kommunikationsentscheidung, sie kann aber helfen, Verantwortlichkeiten und Prüfschritte nachvollziehbar zu organisieren.

Bei politischen Kampagnen sollten Sie digitale Handlungen sauber einem Ursprung zuordnen. Der Beitrag zum Conversion-Tracking im Wahlkampf zeigt, warum diese Verbindung zwischen Inhalt, Kanal und Handlung bereits im Konzept angelegt werden muss.

Typische Fehler und was wirklich zählt

Fünf Fehler tauchen in Wahlkämpfen und Verbänden immer wieder auf:

  • Fehlende Zielgruppenverankerung: Das Team spricht über „die Bürgerinnen und Bürger“, kennt aber keine konkreten Bedürfnisse oder Erreichbarkeitswege. Entscheidend ist eine empirisch begründete Zielgruppenbasis.
  • Aufgaben als Ziele: „Newsletter versenden“ beschreibt Arbeit. Ein Wirkungsziel benennt, was sich bei einer Zielgruppe verändern soll.
  • Unhörbare Botschaften: Niemand spricht Fachjargon im Alltag. Kernbotschaften müssen verständlich, glaubwürdig und aus dem Mund der handelnden Personen plausibel sein.
  • Kanäle nach Verfügbarkeit: Ein vorhandener Account ist noch keine Strategie. Jeder Kanal braucht eine Funktion innerhalb der Gesamtarchitektur.
  • Evaluation am Schluss: Wer erst nach der Kampagne misst, kann nicht nachsteuern. KPIs gehören in die Konzeptphase und in den Wochenplan.

Grafik vergleicht fünf typische Fehler bei der Kommunikation mit fünf Erfolgsfaktoren für eine effektive Strategieentwicklung.

Für Überschriften und Inhalte gilt außerdem handwerkliche Disziplin. Der Styleguide der Bundesregierung zur Lesbarkeit rät, reine Versalschreibung bei kurzen Überschriften möglichst zu vermeiden. Der Redaktionsleitfaden des Bundesministeriums für Bildung und Forschung nennt für Überschriften maximal 6 Wörter beziehungsweise 60 Zeichen. Der Redaktionsleitfaden der KHSB empfiehlt für H1-Überschriften maximal 75 Zeichen inklusive Leerzeichen und den gezielten Einsatz von Zwischenüberschriften.

Vom Konzept in den ersten Tag

Öffnen Sie das Dokument nicht erst nach dem nächsten Jour fixe. Legen Sie noch heute ein Kanban-Board mit den Säulen Analyse, Strategie und Operate an. Ordnen Sie jeder Aufgabe eine verantwortliche Person, einen Termin und einen sichtbaren Status zu.

Ihre Startcheckliste:

  • Zielgruppen verifizieren: Profile, Bedürfnisse und Erreichbarkeit prüfen.
  • Botschaften testen: Kernbotschaften laut aussprechen und mit Zielgruppen spiegeln.
  • Kanal-Mix festlegen: Aufgabe, Format und Verantwortlichkeit je Kanal dokumentieren.
  • Budget freigeben: Maßnahmen, Reserven und Freigabewege klären.
  • Steuerung einrichten: KPIs, Monitoring und Nachsteuerung terminieren.

Planen Sie einen wöchentlichen Jour fixe und eine erste KPI-Auswertung nach 14 Tagen. Der 100-Tage-Ansatz von creategy hilft dabei, den Start politischer Kommunikation in konkrete Arbeitsphasen zu übersetzen. Entscheidend sind jetzt die ersten drei datierten To-dos. Ohne diesen Schritt bleibt das Kommunikationskonzept Papier.


Die creategy GmbH konzipiert und steuert politische Kommunikation für Kandidatinnen und Kandidaten, Parteien, Fraktionen, Verbände und Kommunen, von der Zielgruppenanalyse über Kanalstrategie und Inhalte bis zur Auswertung. Wenn Sie ein belastbares Kommunikationskonzept erstellen und in einen arbeitsfähigen Wahlkampf- oder Verbandsplan übersetzen wollen, besuchen Sie creategy GmbH und vereinbaren Sie ein Erstgespräch.

Simon Mai

Über die Autorin / den Autor

Simon Mai

Simon Mai ist Geschäftsführer der Spezialagentur creategy. Zuvor war er im Bundestag und EU-Parlament tätig. Er hat bereits über 100 Wahlkämpfe begleitet.

Sie planen eine Kampagne oder möchten politisch wirksam kommunizieren?

Wir entwickeln mit Ihnen Strategie, Botschaft und Umsetzung — vom Konzept bis zur Wahl.

Erstgespräch vereinbaren