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- Ablauf des Workshops
- Beispiel aus dem Ortsverband
- Die wichtigsten Antworten
- Für welche Teams er sich lohnt
- Wer profitiert
- Junge Menschen im Feed
- Drei Voraussetzungen
- Die richtige Teamgröße
- Bausteine des Workshops
- Plattformen als Werkzeugkasten
- Reichweiten im Vergleich
- Formate im Vergleich
- Kanäle und Kennzahlen
- Vom Thema zum Format
- Aus Themen werden Serien
- Regelmäßigkeit schafft Vertrauen
- Format vorab testen
- Beispiel aus dem Wahlkampf
- Drei feste Formate
- Schulweg als Geschichte
- Fehler im ersten Monat
- Auswertung nach vier Wochen
- Vom Workshop in den Alltag
- Redaktionsplan für acht Wochen
- WhatsApp-Kanal nutzen
- Kommentare und Fakten prüfen
- Quartalsauswertung
- Der nächste Schritt
- Häufige Fragen
- Wie lange dauert der Workshop?
- Lohnt sich das für kleine Teams?
- Umgang mit negativen Kommentaren
- Woran man Wirkung erkennt
Ein Social-Media-Workshop bringt politischen Teams das Handwerk bei, Inhalte für soziale Netzwerke zu planen, zu gestalten und auszuwerten. Der Fokus liegt auf Entscheidungen statt einzelner Apps. Wer teilnimmt, lernt, welche Botschaft zählt, für wen sie entsteht und woran man den Erfolg tatsächlich erkennt.
Ablauf des Workshops
Man kann sich den Workshop wie eine Fahrschule vorstellen. Am Ende sitzt niemand nur hinter dem Steuer, weil er zufällig einen Knopf gedrückt hat.
Das Ziel ist, den Verkehr lesen zu können. Dafür arbeitet der Workshop mit vier Leitfragen, die bei jedem Beitrag wiederkehren:
- Botschaft: Welche Aussage steht im Vordergrund?
- Zielgruppe: Für wen wird sie aufbereitet?
- Kanal: Auf welchem Netzwerk erscheint sie?
- Erfolg: Woran erkennen Sie, dass sie gewirkt hat?
Beispiel aus dem Ortsverband
Wie das im politischen Alltag aussieht, zeigt ein Ortsverband ganz gut. Aus einer Ratssitzung mit zwanzig Tagesordnungspunkten wird ein Beitrag, den die Nachbarinnen und Nachbarn in einer Minute verstehen.
Die Wikipedia-Seite zu Social Media macht übrigens deutlich, wie breit das Feld eigentlich ist.

Der Begriff umfasst Plattformen, Inhalte und Nutzungsweisen gleichermaßen. Genau deshalb bleibt ein guter Workshop nicht bei der Frage stehen, welche App gerade angesagt ist.
Merke: Eine Plattform ist nur ein Werkzeug. Wichtiger bleibt die Entscheidung darüber, was gesagt wird.
Wie sich Parteien dabei strategisch aufstellen, zeigt unser Beitrag zur Social-Media-Politik.
Die wichtigsten Antworten
Wer nur schnell wissen möchte, worum es geht, findet die wichtigsten Antworten in der folgenden Übersicht. Sie ersetzt nicht die Details, hilft aber bei der Orientierung, bevor Sie tiefer einsteigen.
| Leitfrage | Kurzantwort |
|---|---|
| Was lernen Teilnehmende? | Inhalte für soziale Netzwerke planen, gestalten und auswerten, orientiert an vier Leitfragen. |
| Worum geht es nicht? | Um die Auswahl einzelner Apps oder Tricks für den Moment. |
| Für wen ist der Workshop geeignet? | Für politische Teams, die ihre Beiträge gezielter planen und begründen wollen. |
| Wie wird das Gelernte genutzt? | Für die Planung eigener Kanäle und Kampagnen, Beitrag für Beitrag. |
| Woran zeigt sich der Erfolg? | An der Wirkung bei der richtigen Zielgruppe, nicht allein an Reichweite. |
Die Tabelle zeigt schon, worauf es ankommt. Richtig wirksam wird das Gelernte aber erst, wenn das Team die Fragen im Alltag selbstverständlich stellt.
Am Ende steht ein eingespieltes Team, das seine Entscheidungen gut begründen kann. Wer diese Fragen im Team sicher beantwortet, veröffentlicht seltener spontan und öfter gezielt mit Plan.
Für welche Teams er sich lohnt
Nicht jede Organisation braucht dieselben Inhalte. Ein Kreisverband mit einem Dutzend Aktiven arbeitet mit ganz anderen Mitteln als eine Landtagsfraktion mit eigenem Redaktionsteam.
Wer profitiert
- Parteien und Fraktionen auf Kreis-, Landes- und Bundesebene
- Bürgermeisterkandidatinnen und Bürgermeisterkandidaten
- Direktkandidatinnen und Direktkandidaten in Wahlkreisen
- Verbände und Gewerkschaften
- Kommunalverwaltungen
Junge Menschen im Feed
Der Befund ist eindeutig. In einer repräsentativen Befragung von 1.748 jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren aus dem Jahr 2024 gaben 74 Prozent an, sich über soziale Netzwerke zu informieren.
Die Schule kommt auf 60 Prozent, die Familie auf 58 Prozent. Wer Wählerinnen und Wähler erreichen will, sollte also dort sichtbar sein, wo sie ohnehin nachschauen. Mehr dazu in der Bertelsmann-Studie zu Social Media und jungen Menschen.
Der Feed allein reicht allerdings nicht. Ohne feste Strukturen erscheinen Beiträge unregelmäßig, und genau das kostet Aufmerksamkeit.
Drei Voraussetzungen
- Eine benannte Verantwortliche, die Themen bündelt und Termine im Blick behält
- Ein realistischer Zeitaufwand von einigen Stunden pro Woche
- Ein klarer Freigabeweg, damit Aussagen vor der Veröffentlichung geprüft werden
Merke: Ohne feste Zuständigkeit bleibt jeder Beitrag eine Ausnahme.
Die richtige Teamgröße
Kleine Teams profitieren genauso, wenn sie ihre Kapazitäten ehrlich einschätzen. Ein Verein ohne hauptamtliche Kraft und eine Kommune mit eigener Pressestelle arbeiten nun einmal nicht gleich. Beide brauchen ihren eigenen Plan.
Ein Ortsverband startet vielleicht mit einem Format pro Woche. Eine Fraktion mit eigener Redaktion plant dagegen mehrere Kanäle parallel und wertet die Zahlen jede Woche aus. Der Workshop passt zu beiden, sofern die Aufgaben realistisch verteilt werden.
Bausteine des Workshops
Ein guter Social-Media-Workshop lebt von wenigen Bausteinen, die sauber ineinandergreifen. Jeder davon beantwortet eine der Leitfragen aus dem Einstieg, und fehlt einer, wackelt das ganze Gerüst.

Plattformen als Werkzeugkasten
Stellen Sie sich die Plattformmatrix als Werkzeugkasten vor. Ein Hammer löst nicht jedes Problem, und ein Schraubenzieher ersetzt keine Säge. Wer nur den Hammer kennt, schlägt irgendwann auch dort zu, wo er mehr kaputt macht als repariert.
Mit Plattformen ist es genauso. Instagram, Facebook und TikTok erreichen unterschiedliche Altersgruppen und verlangen jeweils eigene Erzählweisen. Ein Beitrag, der auf Facebook gut funktioniert, wirkt auf TikTok oft steif.
Wie weit die Reichweiten auseinanderliegen, zeigt ein Blick in die Zahlen. Instagram erreichte 2024 wöchentlich rund 37 Prozent, Facebook 33 Prozent und TikTok 18 Prozent der Bevölkerung. Die Zahlen stammen aus der ARD/ZDF-Medienstudie 2024.
Reichweiten im Vergleich
Die folgende Tabelle zeigt die wöchentliche Reichweite der Plattformen in der Bevölkerung ab 14 Jahren. Sie ordnet jedem Kanal ein typisches Format sowie einen sinnvollen Einsatzzweck zu. Verstehen Sie sie eher als Ausgangspunkt für die eigene Planung denn als starres Regelwerk.
| Plattform | Wöchentliche Reichweite 2024 | Typisches Format | Sinnvoller Einsatzzweck |
|---|---|---|---|
| 37 % | Karussell, Reels, Stories | Erklärungen und Bilder für die breite Mitte | |
| 33 % | Text, Foto, Live-Video | Veranstaltungen und lokale Debatten | |
| TikTok | 18 % | Kurzvideo mit Gesicht | Jüngere Zielgruppen und Alltagsthemen |
| WhatsApp-Kanal | 56 % kennen, 14 % abonniert | Kurznachricht mit Link | Hinweise, Termine, Kampagnenbriefe |
Die Tabelle zeigt vor allem eines: Kein Kanal ist für alles gut. Wer alle Plattformen gleich bespielt, verteilt seine Kräfte auf zu viele Fronten. Besser ist es, wenige Kanäle sauber zu bedienen, als überall halbherzig aufzutreten.
Formate im Vergleich
Jede Plattform verlangt nach einem passenden Format. Ein Video braucht in den ersten Sekunden einen Grund zum Dranbleiben. Ein Bild braucht eine klare Aussage, und ein Text braucht einen knappen Einstieg, der im Feed sofort greift.
- Video: Kurze Clips mit einer Kernaussage, möglichst mit Gesicht und Untertiteln, denn viele schauen ohne Ton.
- Bild: Ein Motiv mit drei Fakten, die auch ohne lange Erklärung verständlich sind.
- Text: Ein Beitrag mit klarer Einleitung, der sich beim Scrollen in wenigen Sekunden erfassen lässt.
Kanäle und Kennzahlen
Der WhatsApp-Kanal ergänzt die öffentlichen Feeds um einen direkten Draht zu Unterstützenden. Während auf Instagram jeder mitliest, landet die Nachricht hier bei Menschen, die sich bewusst dafür entschieden haben. Gerade deshalb lohnt es sich, ihn nicht mit Werbung zu überfrachten.
Merke: Kennzahlen zeigen Wirkung, wenn sie Reichweite, Kommentare und Anfragen gemeinsam betrachten.
Eine hohe Reichweite allein sagt wenig. Wer nur auf Klicks schaut, übersieht oft, ob Menschen tatsächlich reagieren, nachfragen oder sich einbringen. Erst das Zusammenspiel aus allen drei Werten zeigt, ob der Kanal wirklich arbeitet.
Wie Sie das passende Grundgerüst gemeinsam aufbauen, zeigt unser aktueller Beitrag zum Kommunikationskonzept erstellen.
Vom Thema zum Format

Am besten lässt sich der Kern des Workshops mit einem Buffet erklären. Dieselbe Zutat wird für jeden Gast anders angerichtet, mal als Häppchen, mal als Hauptgericht.
Ein Ratsbeschluss zum Wohnungsbau kann als kurzes Video erscheinen, als Karussell mit drei Fakten oder als Umfrage in den Stories. Die Aussage bleibt dieselbe, verändert wird nur die Form.
Aus Themen werden Serien
Der erste Schritt ist, aus einem Thema eine Serie zu machen. Genau das üben die Teilnehmenden im Workshop. Sie nehmen eine lange Ideenliste und bringen sie in ein Format, das immer wiederkehrt.
Zwei Varianten funktionieren dafür besonders gut: eine wöchentliche Ratsrubrik oder ein Beitrag aus dem Bürgerservice.
- Ratsrubrik: Jeden Freitag wird ein Beschluss in einer Minute erklärt.
- Bürgerservice: Alle zwei Wochen steht eine Frist oder ein Antrag im Mittelpunkt.
- Fristenwarnung: Vor jedem Stichtag erscheint ein kurzer Hinweis mit Link.
Regelmäßigkeit schafft Vertrauen
Wiedererkennung entsteht durch Wiederholung. Wer freitags immer dieselbe Rubrik sieht, weiß bald, was ihn erwartet, und schaut vielleicht sogar gezielt danach.
Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen auf Social Media unterwegs sind. Laut ARD/ZDF-Medienstudie 2024 nutzen 60 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren soziale Medien mindestens einmal pro Woche. Das sind 8 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Alle Details stehen in der ARD/ZDF-Medienstudie 2024 zum Download.
Für politische Inhalte heißt das: Sie müssen regelmäßig, verständlich und plattformgerecht auftauchen. Ein einzelner guter Beitrag verpufft schnell, eine verlässliche Reihe bleibt im Kopf.
Merke: Vertrauen wächst über den wiederkehrenden Beitrag, weil Menschen wissen, was sie erwartet.
Format vorab testen
Bevor ein Format produziert wird, lohnt sich ein kurzer Check. Drei Fragen helfen dabei:
- Lässt sich das Format in den nächsten vier Wochen füllen?
- Versteht auch jemand ohne Vorwissen den Inhalt?
- Passt die Länge zur Plattform?
Bei einem Nein hilft unser Beitrag zu Content für Social Media weiter.
Beispiel aus dem Wahlkampf
Wie das im Alltag aussieht, lässt sich an einer fiktiven Bürgermeisterkandidatin zeigen. Sie tritt in einer Stadt mit rund 40.000 Einwohnern gegen eine amtierende Verwaltung an. Der Fall ist typisch für viele Kommunen.
Zu Beginn postet sie unregelmäßig und eher selten. Ihre Beiträge erreichen vor allem die eigenen Parteifreunde. Viele Kandidierende kennen dieses Muster: Man sendet, aber die Stadt hört nicht zu.
Drei feste Formate
Im Workshop entwickelt ihr Team drei wiederkehrende Formate. Jedes erscheint zu einem festen Termin und erfüllt eine klare Aufgabe. Das Prinzip ist simpel: Wer weiß, wann etwas kommt, schaut eher wieder rein.
- Ratsarbeit: Ein Kurzvideo erklärt jeden Freitag, was der Stadtrat beschlossen hat.
- Bürgerservice: Ein Beitrag nennt Fristen und Anträge, die Menschen tatsächlich betreffen.
- Stadtteile: Ein Vor-Ort-Bericht zeigt Probleme direkt vor der eigenen Haustür.
Die Infografik zeigt den Weg von der Themenwahl bis zur Auswertung. Sie macht sichtbar, welcher Schritt wann an der Reihe ist.

Die Grafik macht eines deutlich: Planung und Auswertung gehören genauso zum Prozess wie die Produktion. Wer nur an die Videos denkt, vergisst leicht den Teil, der am Ende den Unterschied macht.
Schulweg als Geschichte
Das Team wählt die Schulwegsicherheit als Thema, weil sie vor Ort viele Familien bewegt. Statt einer abstrakten Programmzeile entsteht ein Video mit einem Elternpaar.
Die beiden erzählen von gefährlichen Kreuzungen auf dem Weg zur Schule. Genau diese Stimmen tragen den Beitrag, denn niemand muss erklären, warum das Problem wichtig ist.
Merke: Menschen merken sich Beispiele aus ihrem Alltag länger als jede Forderung.
Fehler im ersten Monat
Nicht alles gelingt auf Anhieb. Ein Video lief ohne Untertitel, obwohl viele Menschen im Feed ohne Ton scrollen. Das fiel dem Team erst auf, als die Aufrufe ausblieben.
Außerdem blieben Kommentare tagelang unbeantwortet. Viele Interessierte fühlten sich dadurch schnell übergangen.
Das Team korrigierte beides bereits nach der ersten Woche.
Auswertung nach vier Wochen
Nach vier Wochen zählt das Team nicht nur die Likes. Gemessen werden Reichweite, Kommentare und konkrete Anfragen. Gerade die Anfragen zeigen, ob Inhalte wirklich ankommen. Ein Like ist schnell vergeben, eine Nachricht mit der Frage, wie man sich engagieren kann, kostet den Absender dagegen schon etwas.
Wie eine solche Kampagne in der Praxis aufgebaut wurde, zeigt unser Fallbeispiel zur Kommunalwahlkampagne.
Vom Workshop in den Alltag
Die besten Inhalte bringen wenig, wenn sie nach dem Termin in einem Ordner verschwinden. Ob etwas hängen bleibt, entscheidet sich im Alltag. Der erste Schritt dorthin ist fast immer ein Redaktionsplan.
Redaktionsplan für acht Wochen
Der Plan umfasst acht Wochen und legt drei Dinge fest:
- Feste Rubriken mit wiederkehrenden Themen
- Verantwortliche, die jede Rubrik betreuen
- Freigabeschleifen, die Termine und Zuständigkeiten sichern
Ein Beispiel aus der Praxis: Die Ratsrubrik übernimmt eine Person, der Bürgerservice eine andere. Beide Beiträge laufen über dieselbe Freigabe. Fällt jemand aus, springt die Kollegin ein, und es entsteht keine Lücke.
Jede Woche wird der Plan kurz geprüft. Nur so bleibt er lebendig und landet nicht im Ordner. Verschobene Termine werden sofort angepasst und nicht erst am Monatsende.
WhatsApp-Kanal nutzen
Ein WhatsApp-Kanal eignet sich gut für Veranstaltungshinweise und Kampagnenbriefe. Er ergänzt die öffentlichen Feeds, weil er Menschen erreicht, die bewusst folgen. Wer dort abonniert ist, hat sich aktiv dafür entschieden, die Nachrichten zu lesen.
Kommentare und Fakten prüfen
Kommentare folgen festen Regeln, und diese Regeln sollten allen Beteiligten bekannt sein. Sachliche Fragen werden innerhalb eines Werktags beantwortet. Beleidigungen werden ausgeblendet.
Vor jeder Veröffentlichung steht ein Faktencheck. Jede Zahl und jede Aussage wird mit der Quelle abgeglichen. Im Zweifel bleibt der Beitrag liegen, bis die Quelle vorliegt. Das kostet manchmal Tempo, erspart aber später viel Ärger.
Eine falsche Zahl verbreitet sich schneller, als sie sich korrigieren lässt.
Quartalsauswertung
Nach jedem Quartal zeigt eine Auswertung, was wirklich wirkt. Gemessen werden vor allem:
- Wiedergabedauer von Videos
- Kommentare und Teilungen
- Konkrete Anfragen, etwa zu Mitarbeit oder Terminen
Die Followerzahl bleibt dabei eine Randnotiz. Ein kleiner Kanal, über den regelmäßig konkrete Anfragen eingehen, ist mehr wert als eine große Zahl ohne jede Wirkung.
Der nächste Schritt
Wer bereits Erfahrung hat, beginnt mit einer Analyse der eigenen Kanäle. Wer neu startet, wählt zunächst eine Plattform und ein Format. Mehr braucht es am Anfang nicht.
Wie ein solcher Plan in der Praxis aussieht, zeigt unser Beitrag zum Social-Media-Redaktionsplan für die heiße Wahlkampfphase.
Vertiefen lässt sich das Wissen mit dem Onlinekurs Social Media für die Politik, dem Kampagnencockpit als gemeinsamer Arbeitsplattform oder persönlichem Mentoring durch den festen Ansprechpartner von creategy.
Am Ende zählt die Routine. Wer Plan, Freigabe und Auswertung im Team verankert, veröffentlicht verlässlich statt zufällig.
Häufige Fragen
Wie lange dauert der Workshop?
Eine pauschale Antwort gibt es hier nicht. Die Dauer hängt davon ab, wie groß das Team ist und was es erreichen will. Meist verteilt sich der Workshop auf mehrere Termine, damit zwischendurch Zeit bleibt, das Gelernte auch auszuprobieren.
Vorab helfen vor allem zwei Unterlagen:
- Bestehende Kanäle mit Verantwortlichen und Zugängen
- Anstehende Termine wie Sitzungen, Aktionstage und Fristen
Wer das vorab sortiert, muss im Workshop nicht erst herausfinden, wo das Team gerade steht. Man startet direkt bei der eigenen Realität.
Lohnt sich das für kleine Teams?
Ja, allerdings nur, wenn die Aufgaben klar und realistisch verteilt sind. Ein Ortsverband mit wenigen Aktiven muss nicht alles gleichzeitig bespielen. Genau daran scheitern kleine Teams in der Praxis oft, weil sie sich zu viel vornehmen.
Eine schlanke Verteilung kann zum Beispiel so aussehen:
- Eine Person bündelt Themen und Termine
- Eine Person gestaltet Beiträge für ein festes Format
- Eine Person beantwortet Kommentare und Anfragen
Ein Kanal, der regelmäßig gepflegt wird, bringt mehr als drei Kanäle, die halb liegen bleiben.
Umgang mit negativen Kommentaren
Feste Antwortregeln nehmen viel Druck aus der Situation. Wer im Ernstfall nicht erst überlegen muss, ob und wie er reagiert, bleibt ruhiger.
Sachliche Kritik beantwortet man innerhalb eines Werktags. Beleidigungen blendet man aus. Falschbehauptungen korrigiert man zeitnah mit einer belegten Richtigstellung.
Ein klarer Eskalationsweg legt außerdem fest, wer bei Drohungen, Medienanfragen oder Fehlern entscheidet. Aufgeschrieben muss das nicht lang sein, aber es sollte allen bekannt sein, bevor der Ernstfall eintritt.
Woran man Wirkung erkennt
Nach einem halben Jahr zeigt sich Wirkung weniger an steigenden Likes als am Verhalten der Menschen. Achten Sie besonders auf diese Signale:
- Regelmäßige Anfragen über Nachrichten und Kommentare
- Wiederkehrende Fragen zu Terminen, Fristen oder Mitarbeit
- Teilnehmende, die Inhalte aktiv weiterleiten
Wer diese Signale notiert, erkennt Fortschritte früh und kann rechtzeitig nachsteuern.
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